Bundespräsident würdigt das Engagement für behinderte Menschen
Helmut Schreyer mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet
Als Stiftungsrat und Leiter des Wirtschaftsausschusses der Stiftung Pfennigparade erhielt Bankier Helmut Schreyer, Hauck & Aufhäuser Privatbankiers, am 12. April diesen Jahres aus der Hand von Staatsministerin Christine Haderthauer das Bundesverdienstkreuz am Bande. Helmut Schreyer blickt auf fast 20 Jahre aktive ehrenamtlicher Arbeit in der Pfennigparade zurück.

v. links: Vorstand Dr. Jochen Walter, Stiftungsratsvorsitzende Prof. Dr. Speck-Hamdan, Staatsministerin Christine Haderthauer, Helmut Schreyer, Frau Schreyer und Vorstand Gernot Steinmann.
Die Pfennigparade ist eines der größten Rehabilitationszentren für körperbehinderte Menschen in Deutschland. Mit ihren schulischen, medizinischen, therapeutischen, sozialen und gewerblichen Einrichtungen ist die Pfennigparade heute ein richtungweisendes Unikat in der Welt der Rehabilitation von körperbehinderten Menschen.
Exklusive Beispiele dafür sind die Rehabilitation von atemgelähmten Kindern außerhalb von Intensivstationen, das durchgängige Bildungs- und Erziehungsangebot „vom Kindergarten bis zum Abitur“ und die Werkstatt, die aus mehreren eigenständigen Gesellschaften besteht. Als stellvertretender Stiftungsratsvorsitzender führte Helmut Schreyer die Pfennigparade zu einer modernen Rehabilitationseinrichtung. Sein Wissen als Bankier und seine Erfahrung aus der Wirtschaft kommen der Pfennigparade nun seit fast zwei Jahrzehnten zugute.
Zur Schließung der Lücke zwischen den Behindertenwerkstätten und dem allgemeinen Arbeitsmarkt ergriff er die Initiative zur Gründung einer Integrationsfirma. Aufgabe der Integrationsfirma ist das weite Feld der Informationsverarbeitung, das sich für schwer körperbehinderte Menschen mit entsprechender Eignung bewährt hat.
Ein wichtiges Anliegen war und ist Herrn Schreyer die Integration körperbehinderter Menschen in die Gesellschaft. Mit seiner Unterstützung setzte die Pfennigparade ihren Prozess fort, ihren Internatsbetrieb für körperbehinderte Jugendliche in Außenwohngruppen umzuorganisieren. Heute sind unsere Wohngruppen in viele Münchner Stadtteile integriert.
Ebenso öffneten wir unsere Schulen für nichtbehinderte Schüler. Der Alltag des gemeinsamen Lernens und des Miteinanders bestätigt die Richtigkeit dieser Entscheidung. Zusammen mit Nichtbehinderten arbeiten, in einer eigenen Wohnung leben, mit nichtbehinderten Schülern in einer Klasse sitzen – die Integration hat viele Gesichter. Um selbstbestimmt leben zu können, brauchen körperbehinderte Menschen individuelle und professionelle Unterstützung. Das leistet die Pfennigparade.
Stiftung Pfennigparade
Thomas Weber
Leiter Zentralbereich Öffentlichkeitsarbeit
Barlachstraße 26, 80804 München
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