70-jährige Jubiläumsfeier mit prominenten Gästen und buntem Programm

Viele Personen im Festsaal des Rathauses beim Festakt

Die Stiftung Pfennigparade ist nun seit 70 Jahren mit voller Kraft für die Teilhabe und Inklusion von Menschen mit Behinderung tätig. Gestern, am 22. Juni fand der feierliche Festakt des 70-jährigen Jubiläums im Alten Rathaus in München statt. Ein buntes Programm erwartete zahlreiche geladenen Gäste. Ein feierlicher, anregender, kreativer Abend, der erlebbar machte, wie aus einer Bürgerbewegung ein wegweisendes Sozialunternehmen wurde.

Meilensteine in Sachen Inklusion setzt die Stiftung Pfennigparade bereits seit 1952. Schon damals hat sie gesellschaftliche Verantwortung übernommen. Heute wie auch künftig gilt: Die Zukunft zählt auf uns. Dabei sind wir allen unseren Wegbegleitern ganz besonders dankbar für Ihre Verbundenheit und Unterstützung.

Bei der Jubiläumsfeier am 22.06.2022 im Alten Rathaus München erwartete unsere Gäste ein buntes Programm: Denkanstöße, vielfältige Diskussionen, Interviews und ein kreatives Rahmenprogramm. Mit dabei waren Menschen aus der Pfennigparade, Freunde und Unterstützer, Soziale Partner, Oberbürgermeister Dieter Reiter, Amtschef des Kultusministeriums Stefan Graf, Bezirkstagspräsident Josef Mederer, Dr. Christoph Auerbach von der Unicredit Bank sowie weitere Repräsentant*innen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Durch den Abend führte BR-Moderatorin Anouschka Horn. Veranstaltungs-„Opener“ war ein Film über 70 Jahre Stiftung Pfennigparade unter dem Motto „Nicht Mitleid ist die Basis, sondern Können.“

Grußwort des Münchner Oberbürgermeisters

Oberbürgermeister Dieter Reiter am Rednerpult

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter überbrachte der Pfennigparade und den anwesenden Gästen den Gruß der Landeshauptstadt München sehr herzlich und würdigend. Im Gespräch mit BR-Moderatorin Anouschka Horn skizzierte er die Rolle der Pfennigparade in der Münchner Stadtgesellschaft.

Talkrunden „Dabei sein“ und „Bereicherung“

Facettenreich war die Talkrunde „Dabei sein“: Amtschef des Kultusministeriums Stefan Graf, Bezirkstagspräsident Josef Mederer (Bezirk Oberbayern), Felicitas Fischer (Schülerin der Ernst-Barlach-Schule der Pfennigparade) und Werner Schwarz (Systemsoftware-Entwickler und Mitarbeiter der Pfennigparade PSG GmbH) diskutierten, was und wie die Pfennigparade in München bewirkt und verändert hat – von inklusiven Schulen und KiTas, dezentralen Wohnangeboten oder Angeboten im Sozialraum bis hin zu Sport und Freizeit und die INSEL, die inklusive Natur-, Sport- und Erlebnislandschaft der Pfennigparade im Englischen Garten.

Dem Themenfeld Arbeitswelt widmete sich die Talkrunde „Bereicherung“: Dr. Christoph Auerbach (Unicredit), Christoph Erlenbruch (Stiftung Pfennigparade), Barbara Burghard (BMW Group), Rainer Schegg (Stiftung Pfennigparade), Anne-Sylvie Catherin und Jörg Burgiel (beide MunichRe) tauschten ihre Sichtweisen, was und wie die Pfennigparade in der Arbeitswelt bewirkt und verändert hat, aus. Wo stehen wir in Sachen Zusammenarbeit von Menschen mit und ohne Behinderung? Wie haben sich der Teamspirit und die Einstellung zu Menschen mit Behinderung verändert? Der rege Austausch zu diesen und weiteren Fragen inspirierte und regte zur Reflexion an.

Die Talkrunden wechselten sich ab mit dem Rückblick auf 70 Jahre Pfennigparade, von Vorstand Dr. Jochen Walter, der filmischen Rückschau „Ein Leben für Fortgeschrittene“ und einem Blick in die Zukunft, den Vorstand Ernst-Albrecht von Moreau gab.

Reflektierender Rückblick – filmische Rückschau – visionärer Ausblick

Vorstand Dr. Jochen Walter ließ in seinem rednerischen Intro die Geschichte der Pfennigparade Revue passieren, hob auf die die Akzente des Sozialunternehmens ab und stellte das Selbstverständnis als gleichberechtigter Partner von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft dar. Er skizzierte zudem die Herausforderungen und Spannungsfelder, die es immer wieder auszubalancieren gilt. Seinen großen Dank sprach er allen Anwesenden, die wichtiger Bestandteil der Erfolgsgeschichte der Pfennigparade sind, aus.

Im Film „Ein Leben für Fortgeschrittene“ traf Schülerin Felicitas Fischer interessante Persönlichkeiten mit und ohne Behinderung, um mit ihnen über das heute, morgen und gestern von Inklusion allgemein und die Pfennigparade zu „quatschen“, wie sie sagte.

Pfennigparade Vorstand Ernst-Albrecht von Moreau resümierte in seinem Ausblick die Rolle der Pfennigparade als Mitwirker*in, Netzwerker*in, Türöffner*in. „Immer wieder den Menschen sehen“ mit Blick auf Politik, Gesellschaft kommentierte er als eine der Aufgaben der Pfennigparade, die für ein achtsames und solidarisches Miteinander wirbt, das nur gemeinsam gelingen kann.

Kreativ inklusiv: Rahmenprogramm und Get-together

Großer Empfang mit Trommelwirbel! Im Foyer begrüßte die Trommelgruppe der Pfennigparade die eintreffenden Gäste. So war gleich allen klar: Heute und hier wird es (auch) laut, bunt, kreativ! Und wo eine Veranstaltung mit Bühne ist, ist – natürlich – auch Raum für Kunst! In einer Einlage sorgte dementsprechend das Kreativ Labor der Pfennigparade mit Musik für Stimmung. Die Musikerinnen und Musiker haben zum Jubiläum sogar einen eigenen Song geschrieben, den sie darboten: „Ich träum von einer Welt, die frei ist von Barrieren …“ Die Freude am kreativen Schaffen und der Applaus aller Gäste für diese „Inklusion in Tönen“ brachte alle Gesichter zum Strahlen.

Beim abschließenden Get-together im Foyer ließen alle Gäste und Akteure bei Finger Food den Festakt ausklingen.

Wir danken allen Teilnehmer*innen, Unterstützern und Organisatoren, die unsere Jubiläumsfeier zu einem einmaligen Erlebnis mit wegweisenden Impulsen gemacht haben!

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