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Wir informieren Sie über aktuelle Entwicklungen zur Corona-Pandemie in der Pfennigparade.

In unseren Wohnbereichen sowie bei den Ambulanten Diensten hat das Infektionsgeschehen zugenommen. Sofort haben die dann vorgesehenen verschärften Maßnahmen unserer Pandemiepläne gegriffen. Rasche Testungen mit Unterstützung unseres MVZ, des MVZ Dachau sowie weiterer Arztpraxen (je nach Standort) wurden durchgeführt. Aufgrund der achtsamen und entschlossenen Aufarbeitung der positiven Testergebnisse sowie der „Kontaktpersonen-Rückverfolgung“ durch Leitungen und Mitarbeiter*innen ist es uns bisher gelungen, jegliches Infektionsgeschehen gleich wieder einzudämmen. Die aktuelle Situation verlangt hier allen Mitarbeiter*innen höchstes Verantwortungsbewusstsein sowie Flexibilität ab. Wir gehen davon aus, dass auch durch das konsequente Tragen von KN95- bzw. FFP2-Masken, insbesondere in Pflegesituationen, und die Einhaltung der weiteren Hygieneregeln bisher Schlimmeres verhindert wurde. An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Beteiligten für ihre Akzeptanz und Mitwirkung bei den Schutzmaßnahmen bedanken und dafür werben, auch wenn es oft schwer fällt, weiter durchzuhalten!

Wir wünschen allen positiv Getesteten einen möglichst milden Verlauf und ggfs. eine gute und schnelle Genesung.

Im MVZ und MZEB geht der Betrieb unter verschärften Hygiene-Maßnahmen im „Teil-Lockdown“ weiter, und wir können auch wieder zunehmend mehr Patienten behandeln. Alle Mitarbeiter*innen tragen bei Patientenkontakt FFP2-Masken. Längere Wartezeiten können vermieden werden, um auch hier das Infektionsrisiko zu minimieren. Immer mehr Corona-Testungen werden durchgeführt. Bei den freiwilligen Testungen im Rahmen der bayerischen Teststrategie wird allerdings nur ein begrenztes Kontingent angeboten, um die Labore nicht weiter zu überfordern und die Wartezeiten auf ein Testergebnis möglichst kurz zu halten – hierzu weiter unten mehr.

In unseren Therapiepraxen versorgen wir weiterhin engagiert die Patienten, genauso wie an den Außenstandorten Moosach, Unterschleißheim, Trudering, Grünwald und in den verschiedenen Wohngruppen. Hinzu kommen die Patienten in der Notbetreuung der KWfbM. Seit dem 01.11.2020 ist zudem die Teletherapie (Videotherapie) in der Logopädie und in einigen Fällen auch in der Ergotherapie und Physiotherapie wieder möglich.

In den letzten zwei Wochen kam es auch in unseren Schulen und KiTas zu einem vermehrten Infektionsgeschehen. Dank des konsequenten Einsatzes unserer Leitungen und Mitarbeiter*innen ist es uns auch in allen Einrichtungen der EBS und PHX bisher gut gelungen, das Infektionsgeschehen kurzfristig wieder einzudämmen.
Insbesondere für die Schulen ändern sich die Vorgaben des Freistaats fast täglich. Die Staatsregierung hält nun den Präsenzunterricht in den Schulgebäuden unabhängig von der Zahl der Infizierten in der jeweiligen Region für eines der wichtigsten Ziele. Einen Wechsel in den Distanzunterricht soll es nur noch bei einem schweren Infektionsgeschehen in der jeweiligen Schule geben. Damit wurde der bisherige Drei-Stufen-Plan wieder außer Kraft gesetzt. Außerdem gab Kultusminister Piazolo bekannt, dass bayerische Schüler*innen in der Pause kurz ihre Masken abnehmen dürfen, sofern sie Abstand halten oder stoßgelüftet wird. Zudem wird die Attestpflicht gelockert: „Schniefnasen-Schüler“ dürfen ohne Attest und Corona-Test in die Schule, wenn sie 48 Stunden kein Fieber hatten.
Die neuen Vorgaben des Sozialministeriums vom 11.11. zur KiTa- und HPT-Betreuung sind aus Sicht unserer Kolleg*innen vor Ort nicht praxisgerecht und kaum umsetzbar. Sie sind großenteils zu kompliziert und ihre Realisierung erfordert deutlich mehr Personal als zur Verfügung steht. Wir werden uns für eine praxistaugliche Überarbeitung der strittigen Regelungen einsetzen.
Die Therapien bei EBS und PHX können zunächst weiterhin auch online durchgeführt werden. Das ist eine große Hilfe gerade auch für die Schüler*innen, die aufgrund ihrer Vorerkrankungen mittlerweile lieber zu Hause bleiben und online beschult sowie gefördert werden wollen.

Unsere Bibliothek hat eine digitale „Onleihe“ gestartet, die sich großer Beliebtheit erfreut. Beim Ambulant Betreuten Wohnen (ABW) beraten wir die Mieter*innen intensiv, gerade auch diejenigen, die derzeit nicht in der Werkstatt arbeiten können. Der Beratungsdienst berät weitgehend online. Die Sozialdienste und das Kulturforum sind sehr betrübt, dass sie gerade keine Veranstaltungen anbieten können. Der neu gegründete Assistenzdienst unterstützt Bewohner*innen und Mieter*innen bei Spaziergängen, kleineren Aktivitäten sowie beim Einkauf. BuFDis und FSJ-ler*innen unterstützen, wo es geht. Auch unser Psychologischer Dienst ist voll eingespannt und in der Pandemie auch proaktiv tätig. Herr Diakon Schädlich-Buter plant gerade eine digitale Advents- bzw. Weihnachtsfeier.

Noch ein Blick auf unseren Arbeitsbereich:
In der Klassischen Werkstatt (KWfbM) arrangieren sich unsere Reha-Kunden immer besser mit den komplexen Hygiene- und Sicherheitsregelungen, obwohl dies nicht immer einfach ist. Sie werden dabei von unseren Mitarbeiter*innen tatkräftig unterstützt. Um die „Geschlossenheit“ der verschiedenen Gruppen zu gewährleisten, werden nach Möglichkeit persönliche Kontakte von außen, auch von anderen Standorten, zunehmend auf ein Minimum beschränkt. Aufgrund des „Teil-Lockdowns“ ist das Café Beans and Books wieder nur in reduzierter Form geöffnet und macht einen „Fensterverkauf“ mit leckeren Angeboten. Das Weihnachtsgeschäft läuft gut: Zur Bewältigung der vielen Pakete und aufgrund der Einschränkungen durch den Wechseldienst der Werkstattbeschäftigten helfen in der Konfektionierung Mitarbeiter*innen aus allen Bereichen zusammen und arbeiten teilweise auch samstags.

Obwohl wir auch in der Besonderen Werkstatt (BWfbM) und Inklusionsfirma (BKG, PSG, SIG) analog zum allgemeinen Infektionsgeschehen einen Anstieg der Verdachtsfälle feststellen, verzeichnen wir aktuell nur ganz wenige Infektionen. Alle Mitarbeiter*innen wie auch die Führungskräfte agieren sehr umsichtig, diszipliniert und reagieren schnell, so dass es noch zu keinen Infektionsketten gekommen ist. Neben den etablierten Hygienemaßnahmen intensivieren wir aktuell nochmals die Home-Office-Möglichkeiten in allen Aufträgen, wo dies umsetzbar ist. Auf Kurzarbeit musste bisher nur in sehr begrenztem Umfang zurückgegriffen werden. Die meisten Kundenaufträge können weiter bedient werden.

Aufgrund der neuen bundesweit gültigen Testverordnung und des nun möglichen Einsatzes von Antigen-Tests (sog. Schnelltests) haben wir eine neue Teststrategie für die Pfennigparade erarbeitet, die wir regelmäßig aktualisieren. Die Strategie bestimmt, bei welchen Personengruppen und in welchen Konstellationen in der Pfennigparade PCR-Tests bzw. Schnelltests zum Einsatz kommen. Sie nimmt Priorisierungen bei etwaigen Engpässen vor und ist vor allem darauf ausgerichtet, aufflammendes Infektionsgeschehen möglichst zeitnah einzudämmen. Schwerpunkt des Testgeschehens sind aus naheliegenden Gründen die Reha- und Pflege-Kunden und Mitarbeiter*innen der Wohnbereiche und Ambulanten Dienste sowie die Mitarbeiter von MVZ/ MZEB und der Therapiepraxen. Während die PCR-Tests recht genau sind, dauert es je nach Laborkapazitäten bis zu einigen Tagen, bis das Ergebnis bekannt ist. Für die Schnelltests benötigen wir i.d.R. 30 Minuten bis zum Vorliegen des Ergebnisses, sie erzielen jedoch nur eine Genauigkeit von 85-90% im Vergleich zu den PCR-Tests. Insofern kommt es auf einen klugen Mix im Einsatz beider Testarten an, auch unter Berücksichtigung der knappen Kapazitäten. Das Testgeschehen in unseren Schulen und KiTas richtet sich bis auf weiteres nach den jeweils aktuellen Vorschriften des Kultus- bzw. Sozialministeriums sowie nach den Anordnungen des Gesundheitsamtes oder des zuständigen Arztes.

Die Pandemie und ihr Verlauf ist kein unabwendbares Schicksal. Wir selbst bestimmen durch unser Verhalten, ob sich die Lage verschlimmert oder verbessert. Jeder von uns leistet – so oder so – seinen persönlichen Beitrag. Wenn sich das Infektionsgeschehen nicht linear, sondern eher exponentiell entwickelt, sind Entscheidungen für die Zukunft schwer zu treffen bzw. müssen wöchentlich, ja manchmal täglich, überdacht werden. Und im Nachhinein ist es schwer, die Entscheidungen zu evaluieren, also zu beurteilen, ob bestimmte Entwicklungen aufgrund unserer Maßnahmen so eingetreten sind oder möglicherweise auch aus ganz anderen Gründen. Das verlangt uns jeden Tag äußerste Flexibilität ab und setzt uns unter Stress. Klare Grundregeln, die allen Beteiligten Orientierung geben und zugleich flexible Entscheidungen, die den jeweiligen Einzelfall berücksichtigen, erleichtern uns den Alltag. Hinzu kommt unsere vertrauensvolle Zusammenarbeit über alle Bereiche hinweg. Wir sind nach wie vor sehr optimistisch, dass die Pfennigparade und ihre Menschen alles in allem gut durch diese Krise kommen werden.

Wir werden Sie an dieser Stelle weiterhin gerne über die aktuellen Entwicklungen informieren.

Bis dahin: Bleiben Sie gesund!