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Zum letzten Mal in diesem Jahr informieren wir Sie zu aktuellen Entwicklungen in der Corona-Pandemie.

Am 13.12.2020 haben die Ministerpräsidenten der Länder zusammen mit der Bundeskanzlerin einen sog. harten Lockdown beschlossen. Er sieht insbesondere vor:
Dauer: Der Corona-Lockdown startet am kommenden Mittwoch (16.12.2021) und wird bis mindestens zum 10.01.2021 bestehen.
Schließungen: Alle Geschäfte, die nicht den täglichen Bedarf abdecken, auch solche die Dienstleistungen zur Körperpflege anbieten.
Ausgenommen von den Ladenschließungen: Unter anderem Lebensmittelgeschäfte, Wochenmärkte, Apotheken, Reformhäuser und Abhol- und Lieferdienste.
Schulen und Kitas: Schulen und Kitas werden grundsätzlich geschlossen oder die Präsenzpflicht ausgesetzt. Notbetreuung und Distanzlernen im Beschluss vorgesehen.
Kontaktbeschränkungen: Maximal fünf Personen aus zwei Haushalten
Ausnahme an Weihnachten: Zwischen 24. und 26. Dezember sind vier weitere Personen außerhalb des eigenen Haushalts erlaubt (mit Menschen aus dem „engsten Familienkreis“).
Besonderheiten an Silvester: Keine Ausnahme, normale Kontaktbeschränkungen, Versammlungsverbot an publikumsträchtigen Plätzen.

Parallel dazu hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder strikte nächtliche Ausgangsbeschränkungen für den ganzen Freistaat angekündigt, die auch an den Feiertagen Bestand haben. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist dann nur noch aus ganz wenigen triftigen Gründen erlaubt. Söder kündigte außerdem an, dass in Bayern von Mittwoch (16. Dezember) an alle Schulen und Kitas geschlossen werden. Es werde dann Distanzunterricht und zudem Notbetreuungs-Möglichkeiten geben. Das Sozialministerium hat angekündigt, dass auch Werk- und Förderstätten von der Schließung – mit Ausnahme einer Notbetreuung - betroffen seien. Am 14.12.2020 wird das Kabinett die Maßnahmen für Bayern konkretisieren und dem Landtag am 15.12.2020 zur Beschlussfassung vorlegen.

In den bevorstehenden Weihnachtsferien sind wir alle aufgefordert, uns umsichtig zu verhalten und möglichst wenig direkte Kontakte zu Personen aus anderen Hausständen zu haben, damit wir das Infektionsgeschehen in der Pfennigparade auch zu Beginn des neuen Jahres weiter im Begriff behalten.

Gerade die letzten beiden Wochen waren im Bildungsbereich sehr intensiv – es gab Ausbruchsgeschehen in fast allen Einrichtungen von Phoenix und EBS. Zuletzt gab es Kinderhäuser mit bis zu vier geschlossenen Gruppen und mehreren Mitarbeiter*innen in Quarantäne. Glücklicherweise waren es bisher immer milde Verläufe. Die Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt auch am Wochenende ist sowohl für die KiTas als auch für die Schulen konstruktiv mit konkreten Beratungen, klaren Anordnungen und schnellen Entscheidungen. Hierdurch bestärkt arbeiten die Leitungen das Ausbruchsgeschehen mittlerweile routiniert ab. Den Kindern in Quarantäne bieten wir nach Möglichkeit sehr zeitnah digitalen Unterricht, Video-Therapie oder auch einen Online-Morgenkreis an. Fast alle Besprechungen sowie Elternabende und Elternsprechstunden finden nun digital statt. Auch der traditionelle Tag der offenen Tür am 30.01.2021 wird derzeit hybrid oder ganz digital geplant.

In unseren medizinischen Einrichtungen MVZ und MZEB wurden und werden weiterhin zahlreiche Mitarbeiter*innen in der Durchführung von Corona-Schnelltests geschult. Das MVZ selbst bietet weiterhin die Durchführung von PCR-Tests nach vorheriger Anmeldung an. Bitte beachten Sie, dass die Kapazität – auch bedingt durch die Labore – eingeschränkt ist und ggf. längere Wartezeiten bis zum Erhalt des Ergebnisses in Kauf genommen werden müssen. Das MZEB ist ab 21.12.2020 bis einschließlich 01.01.2021 geschlossen, das MVZ bleibt „zwischen den Jahren“ geöffnet.

Unsere Therapeut*innen sind weiterhin mit großem Engagement in den Wohngruppen, Werkstätten, auf Hausbesuchen und in den Therapiepraxen selbst tätig. Sie werden dabei bestens unterstützt von den Rezeptionsfachkräften. Auch finden wieder erste Fortbildungsveranstaltungen im digitalen Format statt. Vom 23.12.2020 bis zum 10.01.2021 ist unsere Therapiepraxis am Petuelpark geschlossen, wobei dringende Behandlungsfälle über eine Notversorgung abgedeckt sind. Die Therapiepraxis im Forum am Luitpold hat bis zum Ende des Jahres geschlossen und bietet ab 04.01.2021 wieder Therapien an.

Im Forum am Luitpold kam der Nikolaus (mit Hygienekonzept) und wir haben mit unserem Seelsorger Herrn Schädlich-Buter im Kreativlabor eine kleine Weihnachtsfeier digital aufgezeichnet mit Musik und Texten für die Mieter*innen und Bewohner*innen. Viele unserer Mieter*innen werden an Weihnachten alleine sein, da sie ihre Familien nicht besuchen können. Daher geben wir auch eine Weihnachtsausgabe unseres Newsletters heraus und werden ihn – zusammen mit einem kleinen Weihnachtsbrief – in jeden Briefkasten werfen.
Unsere – derzeit geschlossene - Bibliothek hat eine To-Go-Ausleihe (Anforderung der Medien per Telefon oder Mail) eingerichtet. Die Schulklassen können weiterhin nach Voranmeldung kommen.

Die Situation bei den Ambulanten Diensten ist weiterhin angespannt. Die Eindämmung des Infektionsgeschehens und Testungen sind weiter an der Tagesordnung. Unsere extra dafür geschulten Mitarbeiter*innen sind damit stark gefordert. Nach dem aktuell kein Einkaufsdienst organisiert werden kann, da anders als im Frühjahr wegen des laufenden Schulbetriebs die BuFDis und FSJ-ler*innen nicht mehr zur Verfügung stehen, haben alle Pflegekund*innen mit unserem Weihnachtsrundschreiben FFP2 Masken erhalten. Vor allem für Einkäufe, bei der Nutzung Öffentlicher Verkehrsmittel und beim Besuch von Arzt- und Therapiepraxen sollen sie für mehr Sicherheit sorgen. Trotz der für alle belastenden Situation blicken wir im Hinblick auf die Einführung der neuartigen Impfstoffe hoffnungsvoll ins neue Jahr und sind froh, dass bisher keine/r unserer Pflegekund*innen ernsthaft an Covid erkrankt ist.

In der Förderstätte und im Wohnpflegeheim der Perspektive ist es in den letzten Wochen durch den hohen Einsatz der Mitarbeiter*innen gelungen, die Situation weiterhin stabil zu halten, so dass es zu keinem nennenswerten Infektionsgeschehen gekommen ist. Derzeit bereiten wir uns auf die Feiertage bzw. Urlaubszeit rund um den Jahreswechsel vor. Die Förderstätte, die aktuell im Wechselmodell arbeitet, wird dann vorerst einmal bis einschließlich 06.01.2021 schließen. Alle Mitarbeiter*innen in den Wohnbereichen bemühen sich nach Kräften, Rahmenbedingungen zu schaffen, die unseren Reha-Kunden harmonische Weihnachten in der Wohngruppe oder im engen Familienkreis ermöglichen.

In den Wohngruppen der Vivo/REVERSY ist die Anzahl der Testungen bei Mitarbeiter*innen und Bewohner*innen noch einmal deutlich gestiegen. Es gab dabei auch positive Testergebnisse bei symptomfreien Bewohner*innen - bisher ist kein/e Bewohner*in ernsthaft erkrankt, und wir hoffen sehr, dass dies so bleibt. Dass alle Mitarbeiter*innen auf die strikte Einhaltung der Hygienemaßnahmen achten und aufmerksam sind, ist eine besondere Leistung, für die wir sehr dankbar sind. Die Besuche zu Weihnachten bedürfen in diesem Jahr besonderer Absprachen, die Auflagen der Gesundheitsbehörden stellen alle Beteiligten vor Herausforderungen. Für die Bewohner*innen, die Weihnachten und Silvester in den Wohngruppen verbringen, weil sie sich und ihre Familien keinem Risiko aussetzen möchten, werden wir die Feiertage in den Wohngruppen so entspannt wie möglich gestalten.

Eine aktuelle Verordnung der Bayerischen Staatsregierung vom 08.12.2020 verpflichtet das Pflegepersonal von „vollstationären Einrichtungen“ – dies sind bei uns Perspektive sowie Vivo und REVERSY - sich in jeder Woche, in der sie zum Dienst eingeteilt sind, an zwei verschiedenen Tagen einer PCR- oder Antigen- bzw. POC-Testung zu unterziehen und das dokumentierte Testergebnis auf Verlangen des Arbeitgebers, des zuständigen Gesundheitsamtes oder der zuständigen FQA („Heimaufsicht“) vorzulegen. Die Einrichtungen und Träger sind nicht verpflichtet und in der Regel auch gar nicht in der Lage, all diese Testungen selbst durchzuführen, zumal sie ja auch die Bewohner*innen testen müssen und neuerdings möglichst auch Besucher*innen, die kein Testergebnis vorweisen können, testen sollen, einmal abgesehen von den immer noch begrenzten Testkapazitäten.
Die Arbeitgeber sind auch nicht verpflichtet, sich regelmäßig die Testergebnisse der Mitarbeiter vorlegen zu lassen, sollen jedoch Stichproben vornehmen, ebenso die „Heimaufsichten“. Zum weiteren Prozedere bzw. zur Beseitigung noch vieler Unklarheiten hat die Staatsregierung weitere Schreiben angekündigt, die uns bis heute leider immer noch nicht erreicht haben.
Normalerweise kommentieren wir im Corona-Update Entscheidungen der Politik nicht, sondern konzentrieren uns auf die eigenen Herausforderungen. Heute machen wir jedoch eine Ausnahme: Diese neuen Regelungen auf dem Rücken gerade der in der Pflege Beschäftigten, die ohnehin schon belastet genug sind, erscheinen uns vollkommen praxisfern und sind auch in keiner Weise mit den Trägern der Alten- und Behindertenhilfe abgestimmt. Wenn eine Testpflicht für das Pflegepersonal eingeführt wird, dann geht das aus unserer Sicht nur mit klaren und vor allem funktionierenden Rahmenbedingungen.
Sowie uns weitere Rahmenbedingungen zur Umsetzung der Verordnung bekannt sind, werden wir die betroffenen Kolleg*innen nach Kräften unterstützen.


In der Klassischen Werkstatt (VSB/ WKM) bereiten wir uns auf die bevorstehende Betriebsschließung vor und die damit verbundene Rückkehr am 11.01.2021. Dies erfordert umsichtige Planung und eine enge Abstimmung mit den Wohnbereichen sowie mit den „extern“ wohnenden Werkstattbeschäftigten, um Infektionsrisiken möglichst zu vermeiden. Unser Reha-Service steht mit seinem Beratungsangebot während der Betriebsschließung bzw. „zwischen den Jahren“ zur Verfügung. Ansonsten sind alle Aufträge aus dem „Weihnachtsgeschäft“ bestens gemeistert worden bzw. noch in der Endphase. Auch die Adventskränze aus unserer Gärtnerei erfreuten sich großer Nachfrage.
Einen besonderen Hinweis verdient unser Vorweihnachtsangebot an beliebten Produkten, die sonst auf dem Weihnachtsmarkt zu erhalten wären: Noch bis zum 16.12.2020 können vor dem  Beans & Books in der Knorrstraße Weihnachtsgeschenke und Dekorationen aus der Werkstatt gekauft werden.

In der Besonderen Werkstatt und im Inklusionsunternehmen (BKG/ PSG/ SIGMETA) sind wir bisher zwar mit Umsatzeinbußen durch das Corona-Jahr 2020 gekommen, unterm Strich aber bisher in überschaubarem Umfang. Alle Mitarbeiter*innen haben all die Monate mit großem Engagement an der professionellen Abwicklung unserer Aufträge mitgewirkt, und dies unter den oftmals schwierigen Bedingungen eines stark ausgeprägten mobilen Arbeitens. Auch wenn aufgrund des Entfalls von Wegezeiten für den Einzelnen durchaus mit Vorteilen verbunden, ist die Situation doch für etliche Mitarbeiter*innen auch belastend, insbesondere aufgrund der räumlichen Isolation und der Reduzierung des Austauschs mit Kollegen und Kunden auf die virtuellen Wege. In den Januar 2021 starten wir wegen der Auftragslage mit etwas mehr Beschäftigten in Kurzarbeit, als wir es im aktuellen Geschäftsjahr gewohnt waren. Das Infektionsgeschehen ist aktuell im Griff, alle Beteiligten agieren vorausschauend und verantwortungsvoll.


Wir wünschen Ihnen trotz der widrigen Umstände schöne Weihnachten und einen guten Übergang in das neue Jahr! Sorgsam und umsichtig sollten wir die Tage „zwischen den Jahren“ verbringen, damit wir Corona im nächsten Jahr nachhaltig zurück drängen können !