Festakt für Dr. Jochen Walter: „Ein tatkräftiger Gestalter“ geht in den Ruhestand

Dr. Jochen Walter am Rednerpult mit Mikrofon Text: Pfennigparade Die Zukunft zählt auf uns

Mit einem festlichen Empfang hat die Stiftung Pfennigparade ihren langjährigen Vorstand, Dr. Jochen Walter, in den Ruhestand verabschiedet. Wegbegleiter*innen aus Politik, Wirtschaft und Sozialwirtschaft sowie zahlreiche ehemalige und aktuelle Mitarbeitende ehrten Dr. Walters herausragendes Engagement für Menschen mit Behinderungen. Es wurde ein denkwürdiger Abend, an dem auch gelacht, gesungen und musiziert wurde.

23 Jahre lang hat Dr. Jochen Walter die Stiftung Pfennigparade in seiner Rolle als Vorstand sicher durch Stürme, Flauten und viele Sonnentage navigiert. Nun hat die Stiftung ihren „Kapitän“ mit einem feierlichen Abschiedsevent in den Ruhestand entlassen. Zahlreiche prominente Gäste ehrten sein Lebenswerk mit anerkennenden und herzlichen Worten. Dabei wurde augenfällig, wie sehr der passionierte Segler nicht nur in seiner Rolle als „tatkräftiger Gestalter“ (Prof. Dr. Angelika Speck-Hamdan, ehemalige Vorsitzende des Stiftungsrats) sondern auch für seine menschlichen Qualitäten geschätzt wurde.

Dr. Thomas Wittig, stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrats der Pfennigparade, betonte in seiner Laudatio, Dr. Walter habe sich „weit über die erwartbare Leistungsgrenze hinaus engagiert.“ Er hob Dr. Walters Wertschätzung und Offenheit den Menschen gegenüber hervor, die mit der Stiftung auf vielfältige Weise verbunden waren und sind. „Wenn es um Inklusion und die Belange der Stiftung geht, kämpfen Sie mit Leidenschaft und vollem Einsatz.“

Die Bayerische Staatsministerin Ulrike Scharf würdigte Dr. Jochen Walters Engagement in einer Video-Grußbotschaft: „Sie haben Großartiges für das soziale Bayern geleistet. Ihr Name wird immer mit der Pfennigparade und unserer sozialen Heimat verbunden sein.“

Im Anschluss nutzte Thomas Schwarzenberger, Bezirkstagspräsident von Oberbayern, den Anlass für einen Appell an alle Anwesenden: „Es gibt wieder Stimmen, die die Inklusion in Frage stellen. Wir müssen gemeinsam dagegenhalten, damit diese Stimmen keinen festen Platz und schon gar keine Mehrheit in unserer Gesellschaft bekommen.“

Auch Dieter Reiter übermittelte seine Grüße per Videobotschaft: „Sie haben sich mit Herzblut dafür eingesetzt, dass für Menschen mit Behinderungen vieles möglich geworden ist“, betonte der Oberbürgermeister von München.

Dr. Rolf Schmachtenberg: „Ein kluger Mittler zwischen den Welten“

Dr. Rolf Schmachtenberg, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, hatte die weite Anreise aus Berlin auf sich genommen: „Es ist so wichtig, dass die Sozialunternehmen in Deutschland eine gute Arbeit machen“, sagte er in seiner Rede. Als „klugen Mittler zwischen den Welten“ habe er Jochen Walter kennengelernt. Im „Verband für Digitalisierung in der Sozialwirtschaft“ (vediso), in dem sich auch die Pfennigparade engagiert, freue man sich weiterhin auf Dr. Walters Impulse als Mitglied im Aufsichtsrat des Verbandes.

Maximilian Schöberl, Generalbevollmächtigter und Leiter Konzernkommunikation der BMW Group, ehrte Dr. Jochen Walter ebenfalls mit einer Rede: „Das Geheimnis des Erfolgs der Stiftung Pfennigparade sind Engagement und Mut. Mut, die Initiative zu ergreifen, Mut, Neues auszuprobieren und Mut, selbstbewusst voranzuschreiten. Wir schauen voller Hochachtung auf das, was die Pfennigparade geschaffen hat.“ BWM arbeitet seit 40 Jahren auf vielfältige Weise mit der Pfennigparade zusammen und ist damit der wichtigste Wirtschaftspartner der Stiftung und ihrer Tochter-Unternehmen.

Dr. Oliver Gosolits übernimmt Vorstand zum 1. April mit Ernst-Albrecht von Moreau

Zum Abschluss verabschiedeten sich der aktuelle und künftige Vorstand der Pfennigparade, Ernst-Albrecht von Moreau und Dr. Oliver Gosolits, mit ehrenden Worten: „Ich schätze besonders Ihren analytischen Scharfsinn in unübersichtlichen Situationen, Ihre kluge Weitsicht bei Entscheidungen und Ihre Kreativität für gute Lösungen gepaart mit Pragmatismus“, so Ernst-Albrecht von Moreau, der neun Jahre lang gemeinsam mit Dr. Walter der Pfennigparade vorstand.

Respekt vor Dr. Jochen Walters großen Fußstapfen äußerte Dr. Oliver Gosolits, der zum 1. April offiziell gemeinsam mit Ernst-Albrecht von Moreau den Vorstand übernimmt, sich aber bereits seit dem 1. Februar in seine neuen Aufgaben einarbeitet. „Es ist eine große Ehre, an das Lebenswerk von Dr. Walter anknüpfen und dieses weiterführen zu dürfen“, so Dr. Gosolits.

Dr. Jochen Walter mit Frau

Vom Poetry Slam bis zum Polizei-Orchester: Abwechslungsreiches Rahmenprogramm

Neben den Redebeiträgen genossen die Gäste zahlreiche musikalische Beiträge von Künstler*innen, die der Pfennigparade in besonderer Weise verbunden sind. Unter anderem spielte das Orchester der Bundespolizei. Der Bassbariton Simon Tischler – begleitet von Kerstin Möck am Piano – erfreute das Publikum mit der Interpretation eines Liedes von Franz Schubert. Poetry Slammer Darryl Kiermeier, ehemaliger Praktikant im Personalmarketing der Pfennigparade, fasste wortgewandt und witzig Dr. Walters „Heldenreise“ zusammen.

Die Band des Kreativ Labors, einer Werkstattgruppe der Pfennigparade, performte ihren Hit „Der rote Faden“ sowie „An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen – Dr. Walters erklärten Lieblingssong. Als besondere Überraschung trat das gesamte Leitungsteam der Pfennigparade mit einem Lied auf, das eigens für diesen Anlass getextet wurde.

Das letzte Wort hatte Dr. Jochen Walter selbst: „Es war eine großartige Zeit, die ich nicht vergessen werde. Klar, ich habe mich engagiert und reingehängt. Und zugleich habe ich ganz viel zurückbekommen. Dafür möchte ich Ihnen allen sehr danken.“ Dr. Walter unterstrich die Bedeutung der vielen starken Partnerschaften, die die Pfennigparade seit jeher pflegt. Diese sollten weiterhin gestärkt und ausgebaut werden, so Dr. Walters Wunsch für die Zukunft. „Wir gestalten seit über 70 Jahren die Zukunft mit. Personen – auch Vorstände – kommen und gehen, aber die ‚Pfennig‘ bleibt. Wie schön, dass ich eine Zeit lang dabei sein durfte.“

Mehrere Personen nebeneinander in P-Faktor Pullovern mit Instrumenten und Liederblättern

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