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Arbeiten im Inklusionunternehmen

Die Pfennigparade SIGMETA GmbH für Menschen mit und ohne Behinderung ist ein seit vielen Jahren erfolgreiches, gemeinnütziges Inklusionsunternehmen, in dem knapp 150 behinderte und nicht behinderte Menschen Dienstleistungen erbringen.

Die SIGMETA schafft Arbeitsplätze für körper- und sinnesbehinderte und am Arbeitsmarkt benachteiligte Personen. Die Beschäftigungsquote unserer behinderten Mitarbeiter beträgt derzeit ca. 50%. Die Mitarbeiter stehen in sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen, werden ortsüblich bezahlt, gefordert und gefördert je nach Art der Behinderung.

Inklusionsunternehmen gehören zum ersten Arbeitsmarkt und unterliegen somit auch den allgemeinen Markt- und Wettbewerbsbedingungen. Die Leistung und nicht die Behinderung der Angestellten stehen somit im Vordergrund. Ziel des Inklusionsunternehmens ist es, den Übergang zu einer sonstigen Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vorzubereiten (§§ 215ff SGB IX).

Stand Ende 2017

Die SIGMETA bietet vielfältige Arbeitsmöglichkeiten. Die Mitarbeiter sind zum einen als Fachkräfte in Kundenprojekten eingesetzt, auf der anderen Seite die SIGMETA langjähriger IT-Dienstleister für die Stiftung Pfennigparade.

Beim Kunden liegt der Schwerpunkt unserer Dienstleistungen in der IT, der Technik und in kaufmännisch-betriebswirtschaftlicher Prozessunterstützung. Durch die Zusammenarbeit mit der Besonderen Werkstatt der Pfennigparade können starke Teams gebildet werden, die aus schwer-, leicht- und nichtbehinderten Personen bestehen und im Zusammenspiel erfolgreich die Marktanforderungen meistern.

Unser Arbeitsangebot im Überblick

Integrationserfolge

Die Zusammenarbeit mit Kundenunternehmen ist ein wichtiger Teil des beruflichen Integrationsprozesses, der nicht selten in einer direkten Beschäftigung unserer schwerbehinderten Mitarbeiter im Kundenunternehmen mündet. Unsere Integrationserfolge lagen in den letzten 3 Jahren bei 14 Mitarbeitern im Schnitt pro Jahr und damit bei knapp 3 Prozent.
Mit jeder neu geschaffenen Stelle in Kundenunternehmen konnten wir weiteren Menschen neue berufliche und persönliche Perspektiven bieten.

Inklusion
Gleichberechtigt mitten im Arbeitsleben

Im Inklusionsunternehmen der Pfennigparade wurde bereits seit seiner Gründung 1999 der Inklusionsgedanke in der Arbeitswelt verwirklicht. Dies liegt sicher auch am Grundverständnis,  mit dem unsere Mitarbeiter in gemeinsamen Teams von Menschen mit und ohne Behinderung in verschiedenen Projekten eingesetzt werden. Die Personen ohne Behinderung arbeiten kollegial mit ihren Kollegen zusammen, die eine gesundheitliche Einschränkung haben. Der Unterstützungsbedarf wird offen angesprochen und vereinbart.
Dabei lernen und profitieren beide Personengruppen voneinander. Menschen mit Behinderung erfahren, dass sie vollwertige und qualifizierte Dienstleistungen erbringen können. Menschen ohne Behinderung erkennen, dass die körperlichen Behinderungen ihrer Kollegen mit Offenheit, Unterstützung und ggf. entsprechenden Arbeitsplatzhilfen ausgeglichen werden können.

Wir ermöglichen unseren Mitarbeitern mit Behinderung die gleichen Chancen und Arbeitsbedingungen. Sie stehen nicht mehr am Rande, sondern gemeinsam mit ihren Kollegen inmitten der Arbeitswelt. Menschen ohne Behinderung schildern uns ihre Erfahrungen häufig mit den Worten: "Die Behinderung existierte eigentlich nur in unseren Köpfen!".

Fördermittel

Jedes Inklusionsunternehmen kann eine Förderung aus Mitteln der Ausgleichsabgabenach § 217 SGB IX beantragen. Die Bewilligung obliegt dem zuständigen Integrations- oder Inklusionsamt.Bei Bedarf stehen die staatlichen Integrations- oder Inklusionsfachdienste betroffenen Mitarbeitern und uns unterstützend zur Seite.

Förderungs- und Weiterbildungsaktivitäten

Ein breites Angebot an Weiterbildungsaktivitäten wird den Angestellten des Inklusionsunternehmens zur Verfügung gestellt. Fachschulungen in Informationstechnologie, Technik und kaufmännischen Fertigkeiten stehen dabei im Vordergrund. Aber auch Seminare für fachübergreifende Fähigkeiten wie Kommunikationstechniken, Rhetorik oder Zeitmanagement gehören dazu. Daneben beziehen sich die Fördermaßnahmen auch auf die Persönlichkeitsentwicklung der Mitarbeiter.
Neben diesen arbeitsbegleitenden Maßnahmen besteht ein zusätzliches Abend-/Samstags-Schulungsprogramm. Dieses Angebot wird in Kooperation mit regionalen Fortbildungsträgern organisiert, vom Integrationsunternehmen finanziert und steht allen Mitarbeitern, zusätzlich zu den Schulungen während der Arbeitszeit, offen. Diese Termine können von Mitarbeitern in ihrer Freizeit wahrgenommen werden, um in neue Themen „hinein zu schnuppern“. Es geht um Fachthemen wie etwa Programmier- oder Fremdsprachen aber auch um Soft Skills wie z.B. Konfliktmanagement.
Unser Reha-Management unterstützt zudem bei Konflikten bis hin zur Mediation, berät und coacht unsere Mitarbeiter. Außerdem ist das Reha-Management für die systematische Führung einer Reha-Dokumentation sowie die Überwachung von sozialpädagogischen Qualitätsstrukturen verantwortlich.

Begleitende Dienste

Spezielle Fachdienste der Pfennigparade bieten außerdem berufsbegleitende Therapien an. Neben Logo-, Ergo- und Physiotherapie kümmern sich ein Sozialdienst, ein psychologischer Dienst und ein Pflegedienst um die Belange behinderter Menschen. Ebenso stehen zahlreiche behinderungsgerechte Wohnungen zur Verfügung.