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Arbeiten in der Besonderen Werkstatt

Die „Besondere Werkstatt" der Pfennigparade steht für ein deutschlandweit einzigartiges Werkstattangebot. Hier arbeiten rund 220 qualifizierte Personen* mit einer Körperbehinderung auf der Basis sozialversicherungspflichtiger Arbeitsverhältnisse mit marktgerechten Gehältern in herausfordernden, fortschrittlichen Arbeitsgebieten.
In unserer Besonderen Werkstatt, bestehend aus den beiden Werkstattgesellschaften BKG und PSG, sind körperbehinderte Menschen angestellt, die wegen Art und Schwere der Behinderung „noch nicht“ oder „noch nicht wieder“ auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt werden können.
Je nach Ausprägung der Behinderung und Qualifikation reicht das Spektrum von einfacheren kaufmännischen Tätigkeiten bis hin zu anspruchsvollen Dienstleistungen in den Bereichen IT, Technik und betriebswirtschaftliche Prozessunterstützung. Gemäß Werkstattrecht sind unsere Mitarbeiter größtenteils auf ausgelagerten Arbeitsplätzen vor Ort bei Kundenunternehmen, oder aber auf internen Arbeitsplätzen im Rahmen eines Process-Outsourcings in den Räumen der Pfennigparade im Einsatz.
Durch hervorragende Leistungen haben wir uns als starker Partner für Wirtschaft und Gesellschaft etabliert.
*Stand Ende 2012

Unsere Mitarbeiter kommen in vielen Gebieten zum Einsatz

  • IT & Technik
  • Kaufmännisch-betriebswirtschaftliche Prozessunterstützung
  • Dokumenten-Service

Inklusion

„Praktizierte Wirklichkeit“ beim Kunden vor Ort

Gemeinsam mit unseren zahlreichen Kunden schaffen und erhalten wir für Menschen mit Körperbehinderungen anspruchsvolle Arbeitsmöglichkeiten.

Von Anfang an nehmen unsere Kunden ihre gesellschaftliche Verantwortung wahr, indem sie Menschen mit Körperbehinderung in ihre Arbeitsprozesse mit nichtbehinderten Kollegen inkludieren. Die Leistungen unserer Mitarbeiter vor Ort beim Kunden stehen dabei im Mittelpunkt, die Behinderung rückt in den Hintergrund.

Berufliche Begleitung und Qualifizierung

Die Betreuung unserer Beschäftigten erfolgt durch qualifizierte Abteilungsleiter  in einer Intensität, die die Bedarfe, aber auch Wünsche der einzelnen Mitarbeiter berücksichtigt. In Feedback- und Beurteilungs-gesprächen wird der Stand der beruflichen Weiterentwicklung und Integration regelmäßig geprüft. Dabei werden auch Weiterbildungsaktivitäten und sonstige Rehabilitationsmaßnahmen eruiert.

Förderungs- und Weiterbildungsaktivitäten

Der Schwerpunkt liegt auf der Förderung arbeits- und berufsspezifischer Kenntnisse und Fähigkeiten. Fachschulungen in Informationstechnologie, Technik und kaufmännischen Fertigkeiten stehen im Vordergrund. Aber auch Seminare für fachübergreifende Fähigkeiten wie Kommunikationstechniken, Rhetorik oder Zeitmanagement gehören dazu. Daneben beziehen sich die Fördermaßnahmen auch auf die Persönlichkeitsentwicklung der Mitarbeiter.
Neben diesen arbeitsbegleitenden Maßnahmen hat die Besondere Werkstatt ein zusätzliches Abend-/Samstags-Schulungsprogramm aufgebaut. Dieses Angebot wird in Kooperation mit regionalen Fortbildungsträgern organisiert, von der Besonderen Werkstatt finanziert und steht allen Werkstattbeschäftigten, zusätzlich zu den Schulungen während der Arbeitszeit, offen. Ca. 200 Termine im Jahr können von Mitarbeitern in ihrer Freizeit wahrgenommen werden, um in neue Themen „hinein zu schnuppern“. Es geht um Fachthemen wie etwa Programmier- oder Fremdsprachen aber auch um Soft Skills wie z.B. Konfliktmanagement.
Unser Reha-Management unterstützt zudem bei Konflikten bis hin zur Mediation, berät  und coacht unsere Mitarbeiter. Außerdem ist das Reha-Management für die systematische Führung einer Reha-Dokumentation sowie die Überwachung von sozialpädagogischen Qualitätsstrukturen verantwortlich.

Begleitende Dienste

Spezielle Fachdienste der Pfennigparade bieten außerdem berufsbegleitende Therapien an. Neben Logo-, Ergo- und Physiotherapie kümmern sich ein Sozialdienst, ein psychologischer Dienst und ein Pflegedienst um Belange behinderter Menschen. Ebenso stehen zahlreiche behinderungsgerechte Wohnungen zur Verfügung.