Bankauszubildende lernen von und mit Menschen mit Behinderung, wie ein Miteinander im Arbeitsalltag aussehen kann

Mehrere Personen mit und ohne Rollstuhl in einem Raum

Pressemitteilung

„Rund 100 Azubis sowie Dualstudierende aus ganz Deutschland nehmen am Projekt „Übungsfiliale“ der HypoVereinsbank in Zusammenarbeit mit der Stiftung Pfennigparade während der Einführungswoche „First Steps“ in Sonthofen teil.“

München, 30. August 2023. Was tun, wenn Menschen mit einer starken Sehbehinderung oder einer sprachlichen Einschränkung eine Überweisung tätigen wollen? Wie wichtig ist eine Begleitperson? Was, wenn es keine Rampe für den Rollstuhl gibt oder eine Behindertentoilette? Und wie kommuniziert man eigentlich richtig? Die Antwort auf diese Fragen können jetzt rund 100 junge Bankausbildende und Dualstudierende der HypoVereinsbank (UniCredit Bank AG) im Projekt „Übungsfiliale“ in Zusammenarbeit mit der Pfennigparade praxisnah selbst entdecken. In unterschiedlichen Szenarien erleben sie, welche Herausforderungen auf Menschen mit Behinderung im Filialalltag warten und lernen, Lösungen auf Augenhöhe zu entwickeln. Dabei werden die Menschen mit Behinderung selbst zu Protagonisten, die die jungen Leute vor unterschiedliche Aufgaben stellen. Das Projekt, das am 5. September 2023 im Rahmen der Einführungswoche „First Steps“ in Sonthofen durchgeführt wird, ist Teil des Onboarding-Prozesses der HypoVereinsbank. Es bereitet Bankauszubildende und Studierende von Anfang an auf eine inklusive Arbeitswelt vor.

Inklusive Arbeitswelt

Das Projekt „Übungsfiliale“ wählt einen ungewöhnlichen Ansatz, um junge Menschen für die Bedarfe von Menschen mit Behinderungen zu sensibilisieren. In praktischen Übungen konfrontieren die Menschen mit Behinderung selbst, junge Auszubildende und Studierende mit unterschiedlichen Herausforderungen. Es sind Alltagsszenarien, die sie bei Besuch einer Filiale immer wieder erleben. Ziel ist es, das Bewusstsein der jungen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu schärfen, miteinander Lösungen zu entwickeln und auf Augenhöhe zu interagieren. Auch gesetzliche Regelungen sollen verdeutlicht und vertieft werden.

Menschen mit Behinderung stellen Azubis und Studierende vor Herausforderungen, die sie im Filialalltag selbst erleben

Einige Beispiele: Ein Kunde mit Behinderung betritt eine Filiale, tätigt eine Überweisung, verlässt die Bank und kommt mit einem gesetzlichen Betreuer zurück. Was ist zu tun? Vergebliche Versuche Geld am Schalter abzuheben, führen zu einer längeren Schlange und Unmut unter den wartenden Kunden. Wie damit umgehen? Oder, ein Kunde schläft im Rollstuhl im Türbereich ein, Kunden haben Schwierigkeiten die Bank zu betreten. Wie funktioniert die Kommunikation? Ein anderes Beispiel, ein Kunde mit Behinderung betritt an einem heißen Tag erschöpft die klimatisierte Filiale, Kreislaufprobleme und Orientierungsschwierigkeiten treten auf, Geld fällt aus dem Portemonnaie. Was muss jetzt geschehen? Auch die Frage, sollte man eher mit der Begleitperson in Kontakt treten oder direkt mit dem Kunden sprechen, selbst dann, wenn es Verständigungsschwierigkeiten gibt? Diese Fallbeispiele sind nur einige von vielen, die auf die jungen Auszubildenden und Studierenden in praktischen Übungen mit den Menschen der Pfennigparade warten. Für die teilnehmenden jungen Leute geht es vor allem darum, verantwortlich zu handeln, die richtigen Maßnahmen zu ergreifen und empathisch und auf Augenhöhe zu kommunizieren.

Perspektivwechsel beugt Berührungsängsten vor und stärkt das Miteinander

Für nicht wenige junge Menschen, ist es tatsächlich die erste Begegnung mit Menschen mit Behinderung in dieser Intensität. Im Projekt „Übungsfiliale“ erfahren sie, was viele Menschen mit Behinderung bewegt und wie ein Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung aussehen kann. Der Perspektivwechsel, der eigens im Projekt angelegt ist, soll Berührungsängsten vorbeugen und den Zusammenhalt stärken.

„Uns freut bei diesem gemeinsamen Projekt besonders, dass Menschen, die gerade erst in das Berufsleben starten, direkt mit den verschiedenen Perspektiven von Inklusion ganz spielerisch in Berührung kommen. Unsere Vision der “Inklusion von Anfang an“ wird damit wieder ein Stück mehr Wirklichkeit“, erklärt Thomas Heymel, Leiter Corporate Development der Stiftung Pfennigparade, zum Projekt.

Projekt „Übungsfiliale“ bei First Steps für eine inklusive Arbeitswelt

Auszubildende und Dualstudierende lernen von und mit Menschen mit Behinderung

Termin: Dienstag, 5. September 2023, von 14:30 Uhr bis 16:30 Uhr
Adresse: Allgäu Stern Hotel, Buchfinkenweg 2, 87527 Sonthofen
Workshops mit Auszubildenden, Studierenden und Menschen mit Behinderung:
Fallszenarien für eine inklusive Arbeitswelt. Einwilligungserklärungen für Wort- und Bildbeiträge der Protagonisten liegen vor.
Außerdem zum Gespräch bereit: Thomas Heymel, Leiter Corporate Development der Stiftung Pfennigparade, Mobilnummer: 0176 19900448

Über die Stiftung Pfennigparade

Seit die Pfennigparade Anfang der 1950er Jahre als Bürgerbewegung zur Bekämpfung der Polioepidemie gegründet wurde, begleitet sie Menschen mit Körperbehinderung und anderen Beeinträchtigungen in allen Lebensphasen.
In den Lebenswelten Bildung, Arbeit, Wohnen, Gesundheit, Freizeit und Sport gestaltet sie aktiv inklusive Lebensräume. Dazu schafft die Stiftung mit ihren 17 Tochtergesellschaften und rund 2.500 Mitarbeiten-den mit und ohne Behinderung Strukturen, Räume und Gelegenheiten, die es ermöglichen, dass sich Menschen mit und ohne Handicap begegnen. Ihre maßgeblichen Ziele sind gesellschaftliche Teilhabe und Inklusion von Menschen mit Behinderung. Sie unterstützt Menschen mit Behinderungdabei, selbst-bestimmt größtmögliche Aktivität und Lebensqualität zu erreichen.

Ihre Ansprechpartnerin für weitere Presseinformationen:

Heike Harenberg, Telefon: 01746688516, E-Mail: heike.harenberg@harenbergpr.de










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