BR-Beitrag erzählt die Erfolgsgeschichte der Pfennigparade

Eine Person schreibt das Wort Pfennigparade auf ein Blatt Papier

Sieben Jahrzehnte Pfennigparade – vom 1952 gegründeten Verein bis heute – porträtiert ein Fernsehbeitrag des Bayerischen Rundfunks aus der Reihe „Aus Schwaben & Altbayern“: Mit persönlichen Momenten, Historie und Geschichten sowie konkreten Zielen und der Vision einer inklusiven Gesellschaft berührt er die Zuschauerinnen und Zuschauer. Mittlerweile ist der achtminütige Beitrag in der Mediathek des Senders zu finden. Wir liefern Ihnen hier Einblicke – und natürlich den direkten Link.

Im Mittelpunkt steht die Persönlichkeit, nicht das Handicap

Wenn Kinder auf dem Fußboden lachen, puzzeln, sich gegenseitig helfen, lebt Inklusion ganz leicht. Für Isabella, fünf Jahre, und ihren achtjährigen Bruder Igor, sind solche Momente Alltag. Und doch gibt es ein Problem, sagt Igor: „… ein großes sogar: Ich will, dass sie laufen kann.“ Seit zwei Jahren besucht Isabella, die eine Cerebralparese hat, eines der Kinderhäuser der Pfennigparade. Ihre Eltern sind froh darüber, trotz täglich drei Stunden Fahrzeit mit dem Sozialdienst. Isabella macht große Fortschritte in puncto Bewegung und Sprachentwicklung. Denn im Kinderhaus steht Isabella mit all ihren Fähigkeiten und ihrer gesamten Persönlichkeit im Mittelpunkt.

Zwei Kinder sitzen auf dem Boden und spielen
Drei Personen stehen nebeneinander
Vier Kinder stehen mit einer Therapeutin vor einer Sprossenwand

In sieben Kinderhäusern lebt Inklusion als natürliches Miteinander

1952 als Verein gegründet, der unter anderem Freizeitangebote für nach einer Polioerkrankung behinderte Menschen anbot, unterhält die Pfennigparade heute zum Beispiel sieben Kinderhäuser in München. Beate Höß-Zenker leitet die Häuser, in denen ungefähr gleich viele Kinder mit und ohne Behinderung sind. Sie macht im Fernsehbeitrag erlebbar, was die konduktive Förderung, nach der dort gearbeitet wird, bewirkt: „Es ist ein natürlicherer Umgang miteinander. Die Kinder entwickeln deutlich mehr Offenheit, auch später, wenn sie erwachsen sind, zu akzeptieren, dass zum Beispiel auch Menschen mit Behinderung in der Arbeit mit dabei sind.“ Isabella jedenfalls kommt dort dank der konduktiven Förderung ihrem eigenen und dem Wunsch ihres Bruders Schrittchen für Schrittchen zielsicher näher.

Mann im Rollstuhl mit Beatmungsgerät sitzt am Computer und wird von einer Assistentin unterstützt

70 Jahre später – haben wir „Inklusion geschafft“?

Als „Sozialkonzern“ tituliert der Fernsehbeitrag die Pfennigparade heute, mit rund 2.500 Mitarbeitenden mit und ohne Behinderung. Er nimmt die Zuschauerinnen und Zuschauer mit in die Korbflechterei sowie die „Medienschmiede“ und gibt Einblicke in das Engagement im Bereich „barrierefreies Wohnen“.
Ein gutes Stück dieser Erfolgsgeschichte schreibt auch Johannes Messerschmidt mit: 1959, mit gerade mal sechs Jahren, erkrankte er an Polio und verbrachte viel Lebenszeit im Krankenhaus. Mit 19 Jahren erhielt er einen Platz in der Pfennigparade, besuchte deren Realschule, lebte in ihrem Internat und auch medizinisch versorgte ihn die Pfennigparade. Sein Highlight damals: der eigene Rollstuhl, den er selbst steuern konnte und der ihm ein Selbstgefühl verlieh. Wie lebt Johannes Messerschmidt heute? Was macht er beruflich? Wie sieht er die Rolle der Pfennigparade heute?

Zum BR-Beitrag der Erfolgsgeschichte der Pfennigparade

Übrigens:

Zum Jubiläum „70 Jahre Pfennigparade“ bereiten wir für Sie gerade viel vor: Geschichte und Geschichten von gestern, heute, morgen, Emotionen, Ziele, Wünsche… freuen Sie sich mit uns gemeinsam darauf, bald mehr zu lesen, zu hören, zu sehen und zu erleben!

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