Durch Spenden ermöglicht: Tiergestützte Therapie

zwei Menschen im Rollstuhl füttern ein Pferd; ihnen hilft eine Assistentin

Seit zehn Jahren bietet die Pfennigparade Vivo GmbH ein Mal pro Monat für sechs Bewohner*innen ein sehr besonderes Angebot an, das durch Spenden ermöglicht wird: Sie können an der Reittherapie mit zwei ausgebildeten Reittherapeutinnen teilnehmen.

Reittherapeutin Michaela berichtet: „Vormittags sind unsere Pferde immer auf der Koppel, damit sie ein schönes Sozialleben haben. Nachmittags steht dann die Therapie an. Die Pferde kennen die Reiter*innen bereits und wenn der Bus ankommt und die Rehakund*innen über den Hof kommen, gehen die Pferde bereits ans Gatter, weil sie sich freuen.“

Entlastung, neue Perspektiven und Selbstbewusstsein

Für viele der Teilnehmer*innen ist die tiergestützte Therapie etwas, das sie nicht nur in der körperlichen Grundspannung und dem Gleichgewichtssinn unterstützt, sondern auch bei Wirbelsäulenbeschwerden eine Entlastung bringt.

Aber sie werden auch emotional gestärkt: Sie spüren den eigenen Körper, erfahren Grenzen und gerade für Rollstuhlfahrer*innen bietet das Reiten eine neue Perspektive: Sie sitzen höher und können alles überblicken. Viele berichten, dass „auf dem Pferd sitzen ist wie auf zwei Beinen stehen.“

Sich zuzutrauen, auf den großen Tieren zu reiten, macht sie stolz und steigert ihren Selbstwert.

Außerdem erfahren sie noch etwas anderes durch den Umgang mit den Tieren, wie Reittherapeutin Michaela weiß: „Tiere gehen auf dich zu und unterscheiden nicht. Sie sind voller Neugierde und Kontaktfreude. Das erleben Menschen mit Behinderung im Alltag oft anders.“

Dennis Büsch, der das Angebot seit Jahren für die Pfennigparade Vivo GmbH organisiert, weiß, wie hoch der Organisationsaufwand ist: Es muss immer wieder ein Busunternehmen gefunden werden, das die Fahrten übernimmt und die Teilnehmer*innen von den unterschiedlichen Standorten abholt.

Er ist aber überzeugt: „Alle lächeln, sobald sie auf dem Pferd sitzen. Sie freuen sich den ganzen Monat über auf diesen Moment. Dieses Glück, das man da sieht – das ist es in jedem Fall wert!

Das Glück liegt wohl doch auf dem Rücken der Pferde

Viktoria nimmt seit zwei Jahren an der Reittherapie teil und entwickelt nicht nur Zutrauen zu den Tieren, sondern auch viel Selbstbewusstsein. Sie sagt, es beruhige sie und „Pferde sind einfach süß, ich bin so gerne bei ihnen. Am liebsten würde ich voltigieren, Kunststücke machen, aber die Therapeutinnen passen auf, dass ich nichts Verrücktes mache.“

Auch Raphael und Alex tut der Kontakt zu den Pferden und die Ruhe gut. Einfach mal rauszukommen und etwas zu erleben, was sie sich selbst nicht zugetraut hätten.

Alina wohnt in einem Appartement der Vivo GmbH und arbeitet im ChancenWerk GmbH der Stiftung Pfennigparade. Sie hat eine seltene Immunerkrankung, die immer weiter fortschreitet. Früher konnte sie laufen, mittlerweile ist ihr das nicht mehr möglich. Sie hatte bereits sechs Jahre Hippotherapie hinter sich, bevor sie vor fünf Jahren mit der Reittherapie beim Eulenhof startete. Sie hat eine besondere Beziehung zu Tieren und ist überzeugt davon, dass ihr die Reittherapie dabei hilft, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen. Je weniger Physiotherapien sie hat, umso schlechter geht es ihr körperlich. Auf die Frage, was ihr fehlen würde, wenn es die Reittherapie nicht mehr geben würde, antwortet sie: „Viel. Es gibt nichts Vergleichbares für mich. Zu reiten macht mich einfach glücklich!“

Frau im Rollstuhl streichelt Pferd

Nachdem die Reittherapie durch Spenden ermöglicht wird, freuen wir uns über Mitunterstützer*innen: Ganz einfach online spenden und helfen – Pfennigparade

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