Das Pfennigfenster – digitale Kommunikation die Selbstständigkeit fördert

Seit Dezember 2020 informiert die Pfennigparade einen Großteil ihrer Reha-Kund*innen in der Werkstatt, in den Wohnbereichen und Patient*innen der Arzt- und Therapiepraxen, digital. Im Pfennigfenster finden diese – barrierefrei zugänglich – speziell auf sie zugeschnittene Informationen und die richtigen Ansprechpartner*innen für interne Belange.

Die Pfennigparade begleitet Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen: Bildung, Arbeit, Wohnen, Gesundheit und Freizeit. Diesen will sie zu größtmöglicher Selbstständigkeit verhelfen. Ein Baustein ist der Zugang zu Informationen. Deswegen wurde Ende 2020 das „Pfennigfenster“ geöffnet.

Auf der Startseite des Pfennigfensters finden sich Kacheln zu den Lebensbereichen Arbeit, Wohnen, Medizin und Freizeit, sowie die neue Meldungen und Veranstaltungen.

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Hier finden die Reha-Kund*innen zu den Bereichen Wohnen, Freizeit, Leben, Arbeiten und Gesundheit die wichtigsten Informationen und eine direkte Kontaktmöglichkeit zu den internen Ansprechpartner*innen. Es ergänzt damit die Kommunikation über Website und Briefe und ersetzt perspektivisch viele Aushänge.

In einem kurzen Einführungsvideo geben die Werkstattmitarbeiter*innen der Medienschmiede einen Eindruck vom Pfennigfenster.

Digital integriert

Gedruckte und gesprochene Informationen können Menschen aufgrund ihrer Behinderung ausschließen. Blinde können Drucksachen nicht lesen, Menschen mit einer hohen Querschnittslähmung eine Zeitschrift gar nicht erst in die Hand nehmen. Digitale Angebote sind daher ein großer Schritt in Richtung Selbstständigkeit. Denn: Screenreader lesen Blinden den Text der Seite vor, Menschen mit einer Seheinschränkung können Kontrast, Schriftgröße und Farbe anpassen und ein Sprachbefehl ruft den nächsten Link auf.

Online-Portal informiert alle

Deswegen informiert die Pfennigparade ihre Reha-Kund*innen digital. Vorbild war ein in der Werkstatt bereits im Vorjahr eingeführtes Portal. Aus diesem wurden für die Entwicklung wichtige Erfahrungen zur Benutzerführung gewonnen.

Gemacht wurde das Pfennigfenster von Werkstattbeschäftigten der Gruppen Webwerk und Medienschmiede, es ist also eine reine Eigenproduktion. Das Pfennigfester ist eine Webseite, die von allen Endgeräten aufgerufen werden kann. So kann man sein bevorzugtes Gadget nutzen, sei es das Smartphone oder ein besonders großer Bildschirm. Für Menschen ohne eigenes Gerät befinden sich an den Standorten der Pfennigparade Terminals. An diesen kann nicht nur der Inhalt abgerufen werden, jede*r kann über die Kontaktformulare selbständig Ansprechparter*innen anschreiben. So gewinnen alle ein großes Stück Selbstbestimmtheit.

Frau arbeitet mit einer Joystick-Maus am Computer

Aktuelle Informationen

Damit das Pfennigfenster einen Platz im Informationsalltag der Reha-Kund*innen findet, sind relevante und aktuelle Informationen wichtig. Dazu wurde in der Medienschmiede ein inklusives Redaktionsteam aufgebaut. Alle Verantwortlichen der Pfennigparade können News, Änderungen und andere Informationen einfach per Mail an die Gruppe schicken. Die Online-Redakteure kümmern sich dann um eine barrierefreie Veröffentlichung der Termine, Kontaktänderungen und neuen Angebote.

Bewährungsprobe Corona

Seine Bewährungsprobe hat das Pfennigfenster gleich in den ersten Wochen bestanden, als schnell aufeinander folgende und sehr kurzfristige Informationen zur Corona-Epidemie verteilt werden mussten. Diese wurden ohne großen Aufwand auf die Startseite des Pfennigfensters gestellt und konnten so umgehend von alle Reha-Kund*innen gelesen werden. Dies war deutlich schneller als die klassische Information per Brief.

Foto von Susanne Baumer

Sie haben Fragen zum Pfennigfenster?

Dann kontaktieren Sie mich.

Susanne Baumer

Leitung Pfennigparade Medienservice

+49 89 8393-4662

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