Menschen aus der Ukraine bei der Pfennigparade

Gruppe mehrerer Personen mit und ohne Rollstuhl

Immer mehr Ukrainerinnen und Ukrainer finden unter dem Dach der Stiftung Pfennigparade seit Beginn des Krieges ein neues Zuhause: Familien mit Kindern mit Behinderung können bei uns wohnen, leben und ihren Alltag sowie ihre Freizeit gestalten. Sie können ihre ganz individuellen Bedürfnissen wieder spüren und in ihrem neuen Leben hier ankommen. Unterstützt werden sie dabei von unseren zahlreichen Mitarbeitenden in allen Lebensbereichen: Hort und Schulen, Arbeiten, Wohnen, Therapie und Freizeit.

Mehrere ukrainische Familien hat die Stiftung Pfennigparade seit Kriegsbeginn aufgenommen, dazu auch Schülerinnen und Schüler. Und: Es werden weitere kommen und bei uns ein neues Zuhause finden. Uns ist es eine Herzensangelegenheit, gerade Menschen aus dem Kriegsgebiet, die eine Behinderung haben, mit unseren Angeboten zu unterstützen. Sie wohnen bei uns, gehen bei uns zur Schule oder in den Hort, erhalten Therapieeinheiten, eine Alltagsstruktur und vielfältige Möglichkeiten, ihre Freizeit positiv zu gestalten. Sie schöpfen auch aus den vielen Alltagsbegegnungen Kraft. So hoffen wir, dass wir dazu beitragen können, die Folgen von Traumata, die ein Krieg in Menschen verursacht, zu reduzieren und dabei zu helfen, den Umgang damit und das Weiterleben positiv zu gestalten.

Einige Personen laden Koffer aus einem Bus

Medizinische Versorgung unter besonderen Umständen

Erfahrung im Umgang mit Körperbehinderungen ist unerlässlich für eine sinnvolle medizinische Beratung, Therapie und Versorgung. Sprache schafft Verständnis – oder muss, wenn sie eine Barriere darstellt, überwunden werden. Dolmetscher*innen spielten daher im MVZ und im MZEB der Stiftung Pfennigparade Anfang Juni eine wichtige Rolle: Unser ärztlicher Leiter Dr. Scheible untersuchte unsere neu aus der Ukraine Angekommenen und besprach die nächsten Behandlungspläne. So wird die Therapieabteilung voraussichtlich mit Ergotherapie starten können. Highlight dürfte ein besonderes Angebot sein: Kickboxen für Menschen mit und ohne Behinderung. Dabei kann man sich so richtig auspowern.

Ein Patient wird von einem Arzt untersucht

Schulalltag, Deutschunterricht und Unterstützung bei der Anmeldung

Zwei Mitarbeiter unterstützen bei der Anmeldung der neu Angekommenen und bei Organisatorischem wie etwa der Registrierung für eine Krankenversicherung. Wie wichtig es ist, dieselbe Sprache zu sprechen, erleben wir in jeder Alltagssituation. Daher sind wir sehr glücklich, dass wir seit dem 01.06.22 auch Deutschunterricht anbieten können. Die Deutschkurse finden in Kooperation mit der Volkshochschule statt, unterstützt von einer Lehrerin der Ernst-Barlach-Schule. Der Schulalltag startet für die Kinder aus der Ukraine dann nach den Pfingstferien: je zwei Intensivstunden Deutsch pro Tag und ansonsten reguläre Schultage. Die Ankunft weiterer Schulkinder ist bereits in Planung. Wir freuen uns sehr darüber, auch sie hier bei uns unterstützen zu können.

Zwei Schüler sitzen an einem Tisch und lernen

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