Plakataktion in München rückt Fähigkeiten von Menschen mit Behinderung in den Fokus

München, 18. Januar 2022. Ab Dienstag, den 18. Januar 2022, hängen an 850 Bus- und Tramhaltestelle im gesamten Münchner Raum, Plakate der Stiftung Pfennigparade mit inklusiver Botschaft. Menschen sehen. Talente sehen. Chancen sehen. heißt die aktuelle Kampagne, die Menschen mit Behinderung mit ihren Stärken und Fähigkeiten in den Fokus rückt. Ziel ist es, den Blick anderer zu schärfen und eine neue Wahrnehmung anzustoßen. 

Pressemitteilung: 

Mit einer breit angelegten geförderten Plakatkampagne macht die Stiftung Pfennigparade ab sofort in ganz München sichtbar, wie wichtig es ist, Menschen zu sehen, Talente zu fördern und Chancen zu eröffnen. Unabhängig davon, ob oder welche Behinderung sie haben.

Sich stark machen – für eine unkomplizierte Teilhabe für Menschen mit und ohne Behinderung in allen Lebenswelten

Ab Dienstag, den 18. Januar 2022, ziehen sechs Protagonisten eine Woche lang die Aufmerksamkeit auf sich und auf Möglichkeiten, sich aktiv für eine inklusive Gesellschaft stark zu machen. 

Regina Kögler, 30 Jahre, Schauspielerin und Musikerin im Kreativlabor. Regina hat vor einigen Jahren die Bühne für sich entdeckt und spielt in einer Band Klarinette. Sie liebt es zu interagieren: „Wenn auf der Bühne etwas Unvorhergesehenes passiert, kann ich spontan improvisieren. Ich bin ein offener Mensch und komme sehr leicht mit anderen Menschen ins Gespräch, weil ich mich für vieles interessiere“, sagt sie. Regina hat das Leopard-Syndrom, Epilepsie. 

Leonie Streuber, 24 Jahre, Sängerin und Schauspielerin im Kreativlabor. Inklusion bedeute für sie, dass Menschen mit Problemen und Einschränkungen in der Gesellschaft genauso wie Menschen ohne Behinderung behandelt werden, sagt sie. Im Kreativlabor der Pfennigparade können sie ihre Stärken leben und sich mit ihren Ideen und Emotionen ausdrücken. „Ich bin stolz darauf, dass ich heute so bin wie ich bin“, stellt sie klar. Ihre Behinderung heißt Hemiathetose und ist eine Bewegungsstörung. 

Matti Buchner, 18 Jahre, Schüler, 13. Klasse und Kim Dauer, 14 Jahre, 8. Klasse. Matti findet die inklusive Schule genial, für ihn spiele es durch den täglichen Umgang keine Rolle, ob ein Mensch eine Behinderung habe oder nicht. Er empfinde den Austausch in vielerlei Hinsicht sehr bereichernd. Matti möchte später eventuell Biologie studieren. Kim ist ein Kreativkopf und möchte einmal Medizin studieren. 

Thomas Müller, 42 Jahre, arbeitet als Online Redakteur und liebt es eigene Texte zu schreiben. Thomas ist kreativ und politisch interessiert. Freunde beschreiben ihn als hilfsbereiten, empathischen Menschen, der weiß, was er will. Er selbst sagt von sich: „Wenn ich mich mit drei Worten beschreiben müsste: Ich bin eigenständig, kämpferisch und verlässlich.“ Seine Behinderung nennt sich Tetra-Spastik. Inklusion bedeute für ihn, mitzuhelfen, dass Menschen mit und ohne Behinderung ihre Ziele gleichberechtigt verwirklichen können. Das sei allerdings eine Lebensaufgabe für beide Seiten. 

Arne Wettig, 53 Jahre, Vater einer Tochter, leitet das Controlling. Mit Zahlen und Daten komme er besser zurecht als mit Namen, stellt er zwinkernd fest. Arne ist begeisterter Rollstuhlbasketballer und darüber hinaus ehrenamtliches Vorstandsmitglied im USC München Rollstuhl e.V.. Infolge eines Skiunfalls im Jahre 1992 hat er eine Paraplegie, was bedeutet, dass er querschnittsgelähmt ist. Den Unfall und die daraus resultierenden Folgen habe er gut „weggesteckt“, erklärt er. Er fährt immer noch gerne Ski, jetzt aber eben Mono Ski. Inklusion sei für ihn persönlich – teils aus eigener Kraft, teils durch Glück – gelebter Alltag. Gesellschaftlich handle es sich um ein erstrebtes und auch hehres Ziel. 

Auf den Social Media Kanälen der Pfennigparade finden sich weitere O-Töne weiterer Protagonisten.

Über die Stiftung Pfennigparade 

Seit die Pfennigparade Anfang der 1950er Jahre als Bürgerbewegung zur Bekämpfung der Polioepidemie gegründet wurde, begleitet sie Menschen mit Körperbehinderung und anderen Beeinträchtigungen in allen Lebensphasen. 

In den Lebenswelten Bildung, Arbeit, Wohnen, Gesundheit und Freizeit gestaltet sie aktiv inklusive Lebensräume. Dazu schafft die Stiftung mit ihren 17 Tochtergesellschaften und rund 2.500 Mitarbeitenden mit und ohne Behinderung Strukturen, Räume und Gelegenheiten, die es ermöglichen, dass sich Menschen mit und ohne Handicap begegnen. Ihre maßgeblichen Ziele sind gesellschaftliche Teilhabe und Inklusion von Menschen mit Behinderung. Sie unterstützt Menschen mit Behinderung dabei, selbstbestimmt größtmögliche Lebensqualität zu erreichen

Teil haben und Teil sein: Mit Ihrer Unterstützung arbeiten wir Tag für Tag an einer Gesellschaft, in der Menschen mit und ohne Behinderung unkompliziert und selbstverständlich in allen Lebenswelten teilhaben können. In der sie ihr Können, ihre Leidenschaft und ihre Talente einbringen und gemeinsam die Zukunft gestalten können. Dies bietet eine Chance, nicht nur für den Einzelnen sondern für die Gesellschaft insgesamt. Vielen Dank, dass Sie Menschen sehen, ihre Talente fördern und neue Chancen eröffnen.

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