Speed-Dating für inklusive Sportarten

Unter dem Motto „Finde deinen Sport“ stellen sich auf dem INSEL-Sporttag der Stiftung Pfennigparade und der Münchner Volkshochschule insgesamt 14 inklusive Sportarten vor l Besucherinnen und Besucher mit und ohne Behinderung sind herzlichen eingeladen mitzumachen und (sich) auszuprobieren.

Pressemeldung

München, 19. Juni 2023. Gemäß dem Motto „Finde deinen Sport“ lädt die Stiftung Pfennigparade zusammen mit der MVHS am 1. Juli 2023 zum bunten, inklusiven Sporttag auf das INSEL Gelände in den Isarauen.  Jede*r Besucher*in kann von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr vielerlei inklusive Sportarten kennenlernen: von inklusivem Fuß- und Basketball, inklusivem Tennis, Klettern über Bogenschießen, Tanzen und Powerchair-Hockey bis zu Frame Running, Yoga und mehr. Mitmachen ist angesagt. Im Mittelpunkt stehen der gemeinsame Sport, Spaß und gute Laune. Expertinnen und Experten stehen für individuellen Austausch bereit. Die Stiftung Pfennigparade freut sich auf viele Besuchende und Teilnehmende. Der Eintritt ist kostenlos.

Der INSEL Sporttag auf dem Gelände der INSEL am Oberföhringer Wehr (zwischen Englischem Garten und Bogenhausen) steht am 1. Juli 2023 ganz im Zeichen von inklusivem Sport, Spaß und Begegnung. Die Übungsleiter*innen und Trainer*innen am INSEL-Sporttag sind überwiegend zweiseitig ausgebildet – als Trainierende für die Sportart und im Bereich der Behindertenbetreuung. So können alle Athletinnen und Athleten optimal und ausgerichtet auf individuelle Bedürfnisse betreut werden. Sämtliche Sportgeräte werden gestellt.

Rollstuhlbasketball, inklusives Bogenschießen, Fußball, Frame Running und mehr

Beim Rollstuhlbasketball können nicht nur Menschen, die im Rollstuhl sitzen spielen, sondern auch Menschen ohne Behinderung. Der Rollstuhl fungiert in diesem Fall einfach als Sportgerät – genauso wie der Ball. Viele nicht behinderte Menschen berichten, dass sich das Fahren mit einem Sport-Rollstuhl wie Auto-Scooter fahren anfühlt: Das Fahren mit den sehr wendigen und schnellen Rollstühlen macht Spaß und ist eine zusätzliche Herausforderung zum Umgang mit dem Basketball. Ein Punktesystem regelt die Ausgewogenheit. Bereits ab einem Alter von 6-7 Jahren kann mit dem Rollstuhlbasketball-Training begonnen werden.

Beim Bogenschießen kommen Griffhilfen, Haltungshilfen, Lösehilfen und verschiedene Methoden der konduktiven Pädagogik zum Einsatz. So können Menschen unabhängig von ihrer körperlichen Konstitution, Behinderungsart, Bildungsstand, Sprache und Alter gemeinsam trainieren, Spaß haben und ihre Freizeit erfüllend gestalten. Durch eine individuelle Anleitung bei Materialwahl und Techniken wird eine chancengleiche Ausübung in der Gemeinschaft möglich.

Fußball als Sportart wird in drei Varianten geboten: von inklusivem Fußball für Fußgänger (ohne Hilfsmittel), über Frame Football (mit einem Sportwalker, für Sportler*innen ohne/mit mittleren Behinderungen), bis zu Powerchair-Football (mit einem E-Rolli, für Sportler*innen ohne/mit schweren Behinderungen). Gemäß der Idee „Inklusion ist, wenn alle mitmachen dürfen“, steht das Spiel mit dem Ball und im Team im Vordergrund. Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung, mit unterschiedlicher Herkunft oder Sprache, trainieren zusammen und haben Spaß an der Bewegung. Frame Football (Frame = Rahmen) ist eine Fußballvariante, bei der die Fußballspielenden durch einen Sportwalker beim Gehen oder Laufen unterstützt werden. Gespielt wird in kleinen Gruppen, um allen Kindern möglichst viele Ballkontakte zu ermöglichen. Bei Spielenden mit einem höheren Behinderungsgrad ist oft mehr Unterstützung nötig, da der Gleichgewichtssinn oder die Gehfähigkeit beeinträchtigt sind. Mithilfe des Frame (Sportwalker) können die Spielenden gehen, obwohl sie im Alltag oft im Rollstuhl sitzen. Beim Power Chair Football sitzen alle Spieler in einem E-Rollstuhl und spielen gemeinsam. Für Freunde des Ballsports, die auch eine stärke Behinderung haben und z.B. auf einen Elektrorollstuhl angewiesen sind, ist der dritte Fußballbereich die perfekte Möglichkeit, da mit angepassten E-Rollis und großen Bällen gespielt wird. Bei jeder Fußballart können auch Kinder ohne Behinderung mitspielen.

Frame Running ist die Laufsportart für Athlet*innen, die gar nicht oder nur unter großen Mühen gehen oder laufen können. Das „Laufdreirad“ ist vorne wie ein Fahrrad aufgebaut, verfügt aber in der Mitte über einen speziellen Sitz, der Nutzer*innen ermöglicht, sich mittels der eigenen Beine fortzubewegen. Die Laufräder links und rechts vom Körper sorgen für Stabilität. Die Athlet*innen sitzen auf dem Rad und müssen so beim Laufen nicht ihr eigenes Körpergewicht tragen. Dadurch wird auch bei schwächerer Muskulatur eine Laufbewegung möglich. Dank des Frame-Runnings können Läufer*innen mit und ohne Behinderung gemeinsam trainieren und dann an bspw. Stadtläufen teilnehmen.

Der INSEL-Sporttag hat sich zum Ziel gesetzt, Menschen mit und ohne Behinderung zusammen zu bringen. Insgesamt 14 Sportarten werden vorgestellt.

Veranstaltungshinweise

Termin: 1. Juli 2023, 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr, der Eintritt ist frei.

Adresse: INSEL, Mittlere-Isar-Straße 11, 81925 München

Es gibt einen Bus-Shuttle-Service von der U-Bahn-Station Arabellapark, sowie Gebärdendolmetscher und Inklusionshelfer*innen vor Ort.

Die Stiftung Pfennigparade bittet um Anmeldung unter www.mvhs.de mit der Kursnummer Q160080

Es gibt einen kostenlosen Fahrdienst. Mehr Informationen unter: Finde deinen Sport – INSEL-Sport-Tag inklusiv – Pfennigparade

Für Rückfragen steht Ihnen Thomas Heymel, Leiter Corporate Development der Stiftung Pfennigparade, unter der Mobilnummer: 017619900448 zur Verfügung.

Über die Stiftung Pfennigparade

Seit die Pfennigparade Anfang der 1950er Jahre als Bürgerbewegung zur Bekämpfung der Polioepidemie gegründet wurde, begleitet sie Menschen mit Körperbehinderung und anderen Beeinträchtigungen in allen Lebensphasen.
In den Lebenswelten Bildung, Arbeit, Wohnen, Gesundheit, Freizeit und Sport gestaltet sie aktiv inklusive Lebensräume. Dazu schafft die Stiftung mit ihren 17 Tochtergesellschaften und rund 2.500 Mitarbeiten-den mit und ohne Behinderung Strukturen, Räume und Gelegenheiten, die es ermöglichen, dass sich Menschen mit und ohne Handicap begegnen. Ihre maßgeblichen Ziele sind gesellschaftliche Teilhabe und Inklusion von Menschen mit Behinderung. Sie unterstützt Menschen mit Behinderungdabei, selbst-bestimmt größtmögliche Aktivität und Lebensqualität zu erreichen.

Ihre Ansprechpartnerin für weitere Presseinformationen:

Heike Harenberg, Telefon: 01746688516, E-Mail: heike.harenberg@harenbergpr.de

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