„Wie viel (Meinungs-)Freiheit braucht die Demokratie?“

Einige Personen sitzen an Computerarbeitsplätzen

Gerade im Moment ist diese Frage besonders aktuell. Sie steht auch im Zentrum der Veranstaltungsreihe „Demokratie im Gespräch“. Deren Ziel ist ein bundesländerübergreifendes Netzwerk, das politische Bildung und Empowerment für Menschen, die oftmals keine Stimme haben und denen daher Teilhabe erschwert ist, stärkt. Während der Faschingsferien setzten sich Schülerinnen und Schüler der Ernst-Barlach-Schulen in einer von drei Projektetappen künstlerisch-kreativ mit dem Thema auseinander. Plakate mit Comics und die Umsetzung in Social Media Posts.

Zwei Schüler*innen präsentieren ihr Plakat mit Comics

Die Schülerinnen und Schüler, alle zwischen 14 und 17 Jahren, beschäftigten sich bereits im Unterricht und dann im Rahmen der Ferienbetreuung der Heilpädagogischen Tagesstätte mit zentralen Fragen: „Was brauchst du, um dir eine Meinung frei bilden zu können?“ „Was brauchst du, um deine Meinung frei äußern zu können?“ „Stell dir vor, du hättet einen Tag mit …, was würdest du sagen?“ An mehreren Projekttagen arbeiteten sie die aus ihrer Sicht relevanten Aspekte heraus. Die Ergebnisse: Comics und Social Media-Posts – und das praktische Erleben von Selbstwirksamkeit.

Einfach teilhaben!

Diskussionsergebnisse künstlerisch als in Comicform erzählte Alltagsgeschichte aufzubereiten ermöglicht einen niederschwelligen Zugang zu Teilhabe und Empowerment. Hierbei unterstütze die Grafikerin Nazanin Zandi aus Dresden. Dieses Format der politischen Bildungsarbeit ist vielfach erprobt. Unterstützung bei der Umsetzung erhielt die Gruppe von den Grafikdesignerinnen Luana Brückner und Neja HrovatDas Projekt führte die EBS gemeinsam mit AnDemos, dem Institut für angewandte Demokratie- und Sozialforschung, durch. Die beiden Grafikdesign-Profis leiteten an, wie man Bild-, Ton- und ggf. Videomaterial ansprechend für Social Media aufbereitet, um die eigenen Anliegen in die Öffentlichkeit zu bringen.

Eine Frau im Rollstuhl wird bei der Zeichnung eines Comics unterstützt

Projekt in drei Etappen

Ein so großes Thema verträgt gut die mehrmalige Auseinandersetzung! Daher ist das Projekt in drei Etappen angelegt: In Etappe 1 setzten sich Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 10 im Rahmen des Sozialkundeunterrichts mit dem Thema auseinander. Etappe 2 bildeten die beschriebenen Workshop-Tage während der Faschingsferien. In der dritten und damit letzten Etappe stellen die Workshop-Teilnehmenden ihre Ergebnisse einer breiten Öffentlichkeit vor. Geplanter Zeitraum hierfür ist der September im Rahmen der Feierlichkeiten 70 Jahre Pfennigparade.

Beitrag für eine nachhaltige Gesellschaft

Das Projekt baut auf der Grundüberzeugung auf, dass auch festgefügte und scheinbar klare Begriffe innerhalb eines rechtlichen Rahmens immer wieder neu verhandelt werden müssen. Zudem können Demokratien durch die Einbeziehung marginalisierter Stimmen ihre Lebendigkeit erhalten. Es möchte künstlerische und politische Bildung sowie Medienkompetenz stärken. Der Fokus liegt dabei auf Jugendlichen mit und ohne Behinderung im Sinn einer inklusiven Bildung. Gerade für Menschen mit Behinderung ist Teilhabe oftmals schwer und ihre Anliegen finden daher wenig(er) Gehör. Zudem sensibilisiert es Menschen für die Bedürfnisse, Wünsche und politischen Überzeugungen in der Öffentlichkeit bislang marginalisierter Gruppen.

Einen Videobeitrag zu diesem Projekt finden Sie hier:


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