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60 Jahre Paradebeispiel für
soziale Verantwortung

1950 bis 1960

  • Unter Prof. Dr. med. Georg Hohmann gründet sich 1950 eine Bürgerinitiative zugunsten Poliogelähmter. Poliomyelits (Kinderlähmung) ist eine akute Virusinfektion, die zu bleibenden Lähmungen führen kann.
  • Der amerikanische Bakteriologe Dr. Jonas Edward Salk entwickelt den ersten wirksamen Impfstoff gegen die Spinale Kinderlähmung.
  • Der „Pfennigparade-Verein" übernimmt die Impfkosten für Patienten, die von bayerischen Gesundheitsämtern als minderbemittelt bezeichnet werden.
  • Auf Grund der Contergan-Katastrophe wird der Kreis von Betreuten erweitert.

1961 bis 1971

  • Durch die Aktivitäten der Pfennigparade führt Bayern 1962 als erstes Bundesland die sogenannte „aktive Impfung" gegen Polio ein.
  • Erste Bauphase: Mit Hilfe von Spendengeldern baut die Pfennigparade eine Grund- und Hauptschule mit Internat für körperbehinderte Schüler, später kommt die Realschule hinzu.

1971 bis 1980

  • Eröffnung des ersten Wohnheims für künstlich Beatmete.
  • Bau des Kindergartens und der Fachoberschule.
  • Bezug des 3. Bauabschnitts am Hauptsitz der Pfennigparade: Er umfasst 340 Arbeitsplätze für Behinderte, 90 behindertengerechte Appartements und 36 Personalwohnungen.
  • Aus dem Verein Pfennigparade e.V. wird 1979 die Stiftung Pfennigparade.

1980 bis 1990

  • Aufnahme der ersten nichtbehinderten Kinder in die weiterführenden Schulen und Bezug der ersten Außenwohngruppe im Olympiadorf.
  • Erste Niederlassungen außerhalb von München: die Tochtergesellschaft PSG Programmier-Service GmbH weitet ihren Einsatzbereich auf Augsburg und auf Stuttgart aus.
  • Ausweitung des zu betreuenden Personenkreises auf Menschen mit Schädelhirntrauma.

1991 bis 2000

  • Eröffnung der PERSPEKTIVE in Unterschleißheim. Die PERSPEKTIVE ist eine Förderstätte für schwerst- und mehrfachbehinderte Menschen. Ab 2001 erhält die Förderstätte auch einen Wohnbereich.
  • Einstellung des 500. behinderten Mitarbeiters im Werkstattverbund.
  • Gründung des Integrationsunternehmens SIGMETA Informationsverarbeitung und Technik GmbH.

2001 bis 2010

  • Gründung einer weiteren Tochtergesellschaft: mit der Phoenix GmbH Konduktives Förderzentrum für spastisch gelähmte Kinder, eröffnet die Pfennigparade 2004 ihre vierte Schule für körperbehinderte Kinder in Oberföhring/ München.
  • Im Juni 2002 feiert die Pfennigparade ihr 50jähriges Jubiläum.
  • Die Pfennigparade wird 2006 Projektpartner des Kinderhaus AtemReich, einer Hilfseinrichtung für dauerbeatmete (Klein-) Kinder.
  • Der damalige Bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein gratuliert dem 1.000 Mitarbeiter im Arbeitsbereich der Stiftung Pfennigparade.
  • Startschuss für den Neubau der Grund-und Hauptschule der Stiftung Pfennigparade in 2010
  • Die Stiftung erhält 2010 die Baugenehmigung für das Mehrgenerationenhaus „Forum am Luitpold".

Heute

  • Ende 2011 umfasst die Stiftung Pfennigparade 14 Tochtergesellschaften und ist eines der größten Rehabilitationszentren für körperbehinderte Menschen in Deutschland. Die Werkstätten der Pfennigparade arbeiten als Dienstleister in den Bereichen IT, Technik, Dokumenten-Service, Konfektionierung, Direktmarketing, Kaufmännische Sachbearbeitung und Datenservices. Parallel dazu existiert der Kunst-, Handwerks- und Gärtnereibereich. Unsere integrativ ausgerichteten Bildungs-, Arbeits- und Wohnplätze haben alle das gemeinsame Ziel: Wir geben Hilfe für ein selbstbestimmtes Leben und fördern die Teilhabe behinderter Menschen am gesellschaftlichen Leben.