Französische Lebensart in der Barlachstraße: Unsere inklusive Boule-Bahn ist eröffnet

Frau hat Kugel in der Hand und spielt Boule auf neuer Anlage

Jetzt zieht französische Lebensart in den Innenhof unseres Standorts an der Barlachstraße ein: Unsere Boule-Bahn wurde offiziell eröffnet!

„Boule ist eine Lebensweise und ein Lebensgefühl. Ich würde mich freuen, wenn uns zukünftig ganz viel von dieser französischen Lässig- und Leichtigkeit beglückt“, wünschte sich Ernst-Albrecht von Moreau, Vorstand der Stiftung Pfennigparade, in seiner Eröffnungsrede. Christian Ott, Schwimmbadmeister an der Ernst-Barlach-Schule und einer der Initiatoren des neuen Angebots, ergänzte: „Boule bedeutet, das Leben laufen lassen. Das Schöne daran ist, dass alle inklusiv mitspielen können.“

Boule – auch Pétanque oder Boccia genannt – ist ein Sport, der sich auch für Menschen eignet, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind oder Bewegungsstörungen haben. Boule ist leicht zu erlernen, bietet aber ehrgeizigen Sportler*innen die Möglichkeit, es bis zur Meisterschaft zu bringen und zum Beispiel an Wettkämpfen teilzunehmen. Seit 1984 ist Boccia eine paralympische Sportart. Zudem handelt es sich um einen geselligen Sport, der Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung ermöglicht.

Spezielles Equipment für Menschen mit Einschränkungen

Das Besondere an unserer Boule-Bahn ist, dass sie inklusiv gestaltet und für jeden nutzbar ist. Dank eines extra breiten Eingangs im Zaun ist sie auch für Rollstuhlfahrer gut zu erreichen. Durch spezielles barrierefreies Equipment können zudem auch Menschen bei uns Boule spielen, deren Hände nur eingeschränkt oder gar nicht beweglich sind. Das können Sandsäckchen sein, die leichter sind als die klassischen Boule-Kugeln, oder Rampen, auf denen die Kugeln platziert werden und von denen sie dann wie auf einer Murmelbahn herabrollen.

Personen beobachten die Eröffnung der neuen inklusiven Boule-Bahn durch Vorstand Ernst-August von Moreau.
Personen durchschneiden zur Eröffnung der neuen inklusiven Boule-Bahn mit Vorstand Ernst-August von Moreau ein rotes Band.

Spendengelder ermöglichten Bau der Boule-Bahn

Ermöglicht wurde die neue Boule-Bahn durch Spendengelder sowie eine Klimaschutzmaßnahme der Pfennigparade: Um Energie einzusparen, hatte sich die Stiftung dazu entschlossen, einen defekten Brunnen im Innenhof der Barlachstraße nicht zu reparieren, sondern die Fläche künftig anderweitig zu nutzen. Schnell kam die Idee auf, eine inklusive Boule-Bahn zu installieren, um neben dem Biergarten einen weiteren Begegnungsort für Menschen mit und ohne Behinderung zu schaffen.

Wir bedanken uns herzlich bei der Stiftung Soziales der Stadtsparkasse München, die unsere inklusive Boule-Bahn finanziert hat. Außerdem danken wir dem Deutschen Pétanque-Verband e.V. für das Sponsoring eines Schildes mit Boule-Regeln.

Zwei Personen auf Boule-Bahn. Eine davon im Rollstuhl. Daneben Schild mit Boule-Regeln

Wer Lust hat, Boule einmal auszuprobieren, mit den Regeln aber nicht vertraut ist, kann an unserem Schnupperkurs am 13. September von 15 bis 17 Uhr teilnehmen. Anmelden kann man sich über den INSEL.Zeit e.V. – entweder per E-Mail an info@inselzeit-inklusiversport.de oder telefonisch unter der 089/ 8393 4699.

Darüber hinaus ist es jederzeit möglich, die Boule-Bahn eigenständig zu nutzen. Wer keine eigenen Kugeln hat, kann sich am Empfang der Pfennigparade in der Barlachstraße ein Set ausleihen. Wir möchten bald eine Truhe aufstellen, damit auch außerhalb der Empfangszeiten gespielt werden kann.

Zurück zur vorherigen Seite