Wie fühlt es sich an, im Rollstuhl zu sitzen oder blind zu sein? Auf der Landesgartenschau in Kirchheim konnten Interessierte es ausprobieren: Die Pfennigparade organisierte gemeinsam mit dem Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund einen Sensibilisierungsparcours. Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK, testete ihn persönlich.
Sich vernetzen, austauschen, gegenseitig stärken – das ist allen Menschen, die in der Pfennigparade arbeiten, ein großes Anliegen. Aus diesem Grund nutzte das ChancenWerk der Pfennigparade gerne die Gelegenheit, sich beim Aktionstag des Sozialverbands VdK auf der Landesgartenschau in Kirchheim zu präsentieren. Gemeinsam mit dem Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund stellte ein kleines Team einen Sensibilisierungsparcours sowie einen Infostand auf die Beine.
Für den Sensibilisierungsparcours hatten Künstler*innen der Künstlergruppe Groupe Smirage eigens Aufsteller entworfen und hergestellt. Diese zeigten die Silhouetten berühmter Münchner Sehenswürdigkeiten. Verena Bentele, zwölfmalige Paralympics-Siegerin, Präsidentin des VdK und selbst blind, erkannte tastend problemlos die Frauenkirche. Sehenden Besucher*innen fiel dies schwerer – ein Perspektivwechsel, der zu interessanten Aha-Erlebnissen führten. Darüber hinaus konnten die Besucher*innen in den Alterssimulationsanzug GERT schlüpfen oder eine Testfahrt mit dem Rolli-e-Vorspann-Handbike machen.


Zahlreiche interessierte Besucher*innen informierten sich außerdem am Infostand der Pfennigparade über die Aufgaben einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Es gab Produkte aus der Werkstatt zum Anschauen und Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Ziel des Infostandes war es unter anderem, Menschen die Chance zu geben, mögliche Vorurteile gegenüber Werkstätten für Menschen mit Behinderungen zu hinterfragen.
Susanne Schmidt, Prokuristin der Pfennigparade ChancenWerk GmbH, freute sich über die erfolgreiche Aktion: „Die Vielseitigkeit des ChancenWerkes konnten wir bei der Veranstaltung sehr gut aufzeigen. Unser Netzwerk mit sozialen Einrichtungen, die sich für Inklusion stark machen, konnten wir festigen und ausbauen. Auf diesem Wege hat unsere Gärtnerei ihren Eintritt bei der Landesgartenschau gespendet bekommen.“
Die inklusive Gärtnerei am Hart auf der Landesgartenschau
Besonders spannend war die Landesgartenschau in Kirchheim für die Mitarbeiter*innen unserer Gärtnerei am Hart. Organisiert von Alfred Klaus konnte eine Arbeitsgruppe der Gärtnerei an einer Extra-Führung teilnehmen. Der Ausflug wurde durch eine Spende von Herrn Dr. med. D. Filesch, Inhaber der Privatpraxis ROC Aschheim, ermöglicht.


Weitere Informationen zu den Arbeitsstätten der Pfennigparade finden Sie auf unseren Seiten.