Mädchenkonferenz des bvkm in der Pfennigparade: „Ein tolles Gemeinschaftsgefühl“

Viele Frauen und Mädchen miteinander in einer Aula

Eine Plattform, um sich zu informieren, auszutauschen, Freundschaften zu schließen und Spaß zu haben – das ist die „Mädchenkonferenz – MÄKO“. In diesem Jahr findet sie zum zweiten Mal bei uns in der Stiftung Pfennigparade statt. Veranstaltet wird sie vom Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. (bvkm).

„Jung, stark und mittendrin!“: Unter diesem Motto veranstaltet der Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. (bvkm) in diesem Jahr zum elften Mal seine Mädchenkonferenz. Die dreitätige Konferenz bietet Mädchen und jungen Frauen mit Behinderung eine Plattform und Möglichkeit, sich zu treffen und außerhalb ihrer normalen Umgebung auszutauschen.

240 Mädchen und junge Frauen aus dem gesamten Bundesgebiet haben sich zur diesjährigen Mädchenkonferenz angemeldet. Viele werden von ihren Müttern begleitet, die im Rahmen der Konferenz ebenfalls Möglichkeiten zum Austausch finden.

Mädchenkonferenz zum zweiten Mal zu Gast bei der Pfennigparade

Die Pfennigparade ist zum zweiten Mal in Folge Gastgeberin und Mitveranstalterin der MÄKO. Genutzt werden die barrierefreien Räumlichkeiten der inklusiven Ernst-Barlach-Schulen, die sich für diesen Zweck optimal eignen.

Beate Höß-Zenker, Geschäftsführerin im Bildungsbereich der Pfennigparade:

„Die Mädchenkonferenz des bvkm ist wichtig, weil sie Mädchen und jungen Frauen mit Behinderung eine Stimme gibt, ihre Selbstbestimmung stärkt und den Austausch über wichtige gesellschaftliche Themen fördert. Sie setzt ein klares Zeichen für Diversität, indem sie unterschiedliche Perspektiven sichtbar macht und für mehr Chancengleichheit eintritt. Als Pfennigparaden-Geschäftsführerin, aber auch als Vorständin des Bundesverband Konduktive Förderung, freue ich mich sehr über die Ausrichtung bei uns in München!“

Susanne Schönwälder, ebenfalls Geschäftsführerin im Bildungsbereich der Pfennigparade, ergänzte:

„Die Mädchenkonferenz bietet Mädchen und jungen Frauen mit Behinderung in einem geschützten Rahmen die Möglichkeit, sich gemeinsam mit Themen auseinanderzusetzen, die für uns alle gleichermaßen wichtig und drängend sind, wie beispielsweise Demokratie und Teilhabe. Und sie unterstützt die jungen Frauen dabei, die eigenen Stärken zu entdecken und auch, wie und wo diese eingesetzt werden könnten, damit Selbstbestimmung und Teilhabe möglich sind.“

Heide Adam-Blaneck vom bvkm, die die Mädchenkonferenz seit 1998 organisiert:

„Manche Themen kann man nur mit peers besprechen. Im Alltag ist das manchmal schwierig. In den Förderschulen sind die Mädchen oft in der Minderheit – nicht jede findet da eine passende Freundin. Gleiches gilt bei einer inklusiven Beschulung. Für die Teilnehmerinnen ist es oft eine stärkende Erfahrung, über die eigene Umgebung hinauszuschauen und zu merken, dass es ganz viele Mädchen gibt, die in derselben Situation sind.“

Buntes Programm für die Teilnehmerinnen, öffentliche Matinee für alle Interessierten

Auf die Teilnehmerinnen wartet ein abwechslungsreiches Programm: Am Freitagnachmittag geht es los mit offenen Angeboten und Kennenlern-Aktionen. Am Samstag finden viele Workshops statt: Von Film-Clips drehen und Comics erstellen über Lagerfeuer entfachen und Sport machen bis hin zum Hundeführerschein ist alles dabei. Am Sonntagmorgen heißt es „Vorhang auf: Hier sind wir!“ Mit viel Spaß und guter Laune zeigen die Teilnehmerinnen der einzelnen Workshops, was sie am Samstag erarbeitet haben. Zu dieser öffentlichen „Matinee“ sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

Zur Zusammenarbeit mit der Pfennigparade äußerte sich Heide Adam-Blaneck wie folgt:

„Bei der Pfennigparade haben wir eine große Offenheit und Begeisterung für unsere gemeinsamen Anliegen erlebt.“

Drei Frauen nebeneinander vor einer Hauswand.
Foto: Lisa Eisenbarth, Heide Adam-Blaneck, Anne Willeke (v.l.n.r.)

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