Das Münchner Musik-Festival „Superbloom“ zog dieses Jahr rund 100.000 Musikfans an. Mitten im bunten Geschehen: ein Team der Pfennigparade, das mit kreativen Aktionen für die Inklusion von Menschen mit Körperbehinderungen warb.
Das Superbloom-Festival hat sich im vierten Jahr seines Bestehens zu einem der Jahreshighlights im Freistaat gemausert. 2024 zog das Event mit Acts wie Sam Smith, The Chainsmokers, Shirin David oder Tokio Hotel rund 100.000 Besucher*innen an. Mit dabei war – nun bereits zum zweiten Mal – die Pfennigparade. Denn neben der Musik, die im Mittelpunkt des Festivals stand, gab es einen großen „Non-Concert-Bereich“. Hier machten verschiedene Organisationen auf ihr gemeinnütziges Anliegen aufmerksam.
Die Pfennigparade war vor Ort und bot mehrere Mitmachaktionen für die Festivalbesucher*innen an. Bei einer inklusiven Kunstaktion konnten Besucher*innen gemeinsam mit unserer Kreativgruppe ein eigenes Festival-T-Shirt oder einen Jutebeutel beflocken. Zahlreiche Besucher*innen nutzen diese Gelegenheit und schufen ein individuelles Erinnerungsstück zum Mitnehmen. Ganz nebenbei kamen sie dabei mit Werkstattmitarbeiter*innen der Pfennigparade ins Gespräch.


Begegnungen schaffen, Vorurteile abbauen – mit Spaß und Kreativität!
Darüber hinaus hatten Mitarbeitende der Pfennigparade einen Sensibilisierungsparcours aufgebaut. Hier konnten die Festivalbesucher*innen ausprobieren, wie sich verschiedene körperliche Einschränkungen anfühlen. Dazu fuhren sie in einem Rollstuhl einen Parcours ab oder schlüpften in einen Alterssimulationsanzug.
Das Ziel aller Aktionen war es, Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen zu ermöglichen, um so eventuell vorhandene Vorurteile abzubauen – und das ganz spielerisch. So konnten vor allem jüngere Menschen für das Thema Inklusion sensibilisiert werden. Diese bilden die Hauptzielgruppe des Festivals.
Das Superbloom-Festival versteht sich als inklusives Festival. Es bot für Menschen mit Mobilitätseinschränkung unter anderem Rollipodeste an zwei Bühnen an, von denen aus sich das Konzertgeschehen gut verfolgen ließ. Außerdem waren Begleitpersonen von der Organisation „Inklusion Muss Laut Sein” vor Ort, um Rollstuhlfahrer*innen zu unterstützen. Darüber hinaus übersetzen Gebärdendolmetscher*innen die angebotenen Wortbeiträge und Panels.

