Auftrag und Ziele der Pfennigparade

Unser Ziel ist eine Gesellschaft, in der Menschen mit und ohne Behinderung unkompliziert in allen Lebensbereichen zusammenleben und sich gegenseitig inspirierenJede*r Einzelne wirkt mit, erzielt einen Gewinn für sein persönliches Leben und kann sich weiterentwickeln. An dieser Vorstellung für eine bessere Zukunft arbeiten wir in der Pfennigparade Tag für Tag.

Die Zukunft zählt auf uns

Grundlage einer gerechten Gesellschaft für alle ist die Verwirklichung von Inklusion.

Jeder Mensch soll ein gleichberechtigter Teil der Gesellschaft sein. Inklusion ist nicht optional, sondern Völkerrecht und Menschenrecht. Die Bundesrepublik Deutschland hat sich durch die Ratifizierung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung dazu verpflichtet, Inklusion voranzutreiben.

Aber vor allem müssen die Menschen vom Vorteil der Inklusion überzeugt sein: Eine vielfältige und gerechtere Gesellschaft, die niemanden ausschließt.

Diese Vision wahr werden zu lassen, ist eine große gesamtgesellschaftliche Aufgabe und erfordert eine bewusste und verbindliche Einstellung und Haltung aller Menschen. Eine Schärfung des Bewusstseins gelingt am besten durch eigenes Erleben und die Erfahrungen, die sich daraus für die eigene Wahrnehmung ergeben.

Die Pfennigparade leistet Tag für Tag ihren Beitrag, um diese gesellschaftliche Aufgabe zu meistern und Motor für Inklusion zu sein. Daher schaffen wir in jeder Lebenswelt Strukturen, Räume und Gelegenheiten für Inklusion und Teilhabe.

Weil Inklusion uns alle angeht

Die Ursachen für eine schwere Behinderung sind vielfältig.

Vergleichsweise wenige Menschen kommen mit einer Behinderung auf die Welt. In den meisten Fällen führen Krankheiten oder Unfälle zu Behinderungen. Oder das Alter bedingt zunehmende Einschränkungen. Die erreichbare Lebensqualität, die Möglichkeit zur Selbstbestimmung und zur Teilhabe hängen in jedem Fall entscheidend von der Gesellschaft ab, in der man lebt.

Die Ursachen für schwere Behinderungen in Prozent: Sonstige, mehrere oder ungenügend bezeichnete Ursachen 5,8 %, Behinderung durch Krankheit 89,4 %, Krieg, Wehrdienst oder Zivildienst 0,2 %, Sonstiger Unfall oder nicht weiter bezeichnete Ursache 0,3 %, Behinderung angeboren 3,3 %, Arbeitsunfall 0,7 %, Verkehrsunfall 0,4 %, Häuslicher Unfall 0,1 %.
Eigene Darstellung; Datenquelle: Statistisches Bundesamt, Statistik der schwerbehinderten Menschen, Kurzbericht 2019

Gemeinsam leichter leben ohne Barrieren

Inklusion und Barrierefreiheit lohnen sich auch für Menschen ohne Behinderung. Denn Inklusion ist ein Prozess, der in jeder Hinsicht nur Vorteile bietet.

Offen für Alle

Wo sich Menschen mit kognitiven Einschränkungen gut orientieren können, finden sich auch Kinder, ältere Menschen oder Menschen, die in Eile sind, besser zurecht. Wo es keine Barrieren für Rollstuhlfahrer*innen gibt, werden auch Menschen mit Krücken, Rollatoren, Kinderwägen und viel Gepäck nicht ausgeschlossen.
Wo digitale Angebote barrierefrei und damit bedienerfreundlich sind, erhöht sich die Anzahl und Zufriedenheit der Nutzer*innen.

Lebenswert bis ins hohe Alter

Eine inklusive Gesellschaft gibt die Möglichkeit, auch im Alter, in dem jede*r von Einschränkungen betroffen ist, ein lebenswertes und aktives Leben führen zu können.

Perspektiven wechseln

In einer Zeit, in der es vielen darum geht, maximalen wirtschaftlichen Erfolg, Karriere und Status zu erzielen, zeigen Begegnungen und gemeinsame und bereichernde Erfahrungen mit Menschen mit Behinderung, dass auch andere Lebenswege möglich sind und zur individuellen Zufriedenheit führen können.

Einzigartigkeit wertschätzen

Inklusion bedeutet die Einzigartigkeit von Menschen anzuerkennen und sie wertzuschätzen. Inklusion bietet die Möglichkeit, Potenziale zu nutzen, die auf individuellen Fähigkeiten beruhen oder sich gerade aus Einschränkungen ergeben können.

Vorurteile überwinden

Inklusion beugt Vorurteilen und Berührungsängsten vor. Sie schützt Menschen vor Diskriminierung, sei es aufgrund einer Behinderung, der Hautfarbe, der Herkunft, der Geschlechtsidentität oder der sexuellen Orientierung.

Inklusion: Mehr als ein Konzept

Die Begriffe Integration und Inklusion werden oft austauschbar verwendet.

Das gemeinsame Ziel ist das Miteinander. Jedoch bezeichnen Integration und Inklusion zwei unterschiedliche Konzepte.

Integration

Integration: Getrenntes wird zusammengefügt – gemeinsam aber nebeneinander

Unter Integration versteht man die Eingliederung einzelner Menschen oder besonderer Gruppen von Menschen in eine größere Gruppe, die Allgemeinheit. Dazu müssen sich diese Menschen möglichst an die Anforderungen der integrierenden Gruppe anpassen.

Inklusion

Inklusion: Strukturen werden an individuelle Bedarfe angepasst – gemeinsam und miteinander.

Inklusion ist die Vision, dass Vielfalt die Normalität ist. Nicht einzelne Menschen müssen sich an die Mehrheitsgesellschaft anpassen, sondern die gesellschaftlichen Gegebenheiten sind so gestaltet, dass jeder teilhaben und ein vollwertiges Mitglied der Gesellschaft sein kann. Die Definition von Normalität spielt dann idealerweise keine Rolle mehr. Vielfalt wird zur Selbstverständlichkeit.

Inklusion führt dazu, dass sich Menschen mit und ohne Behinderung, ältere und jüngere Menschen, Einheimische und Menschen mit Migrationshintergrund sowie Menschen unterschiedlicher sozialer Herkunft auf Augenhöhe begegnen können. Jeder trägt seinen Teil zu einer gerechten und solidarischen Gesellschaft bei.

Durch Inklusion und Diversität baut die Pfennigparade Vorurteile ab und trägt
zu einer besseren und gerechteren Gesellschaft bei. Sie ist ein Think Tank für Inklusion: Motor und Multiplikatorin zur Entwicklung neuer Ideen für die Umsetzung von Inklusion.

Lebensqualität und Selbstbestimmung

Unter Berücksichtigung der aktuellen Situation des einzelnen Menschen steht die Pfennigparade für ein möglichst selbstbestimmtes Leben, für Entwicklung und hohe Lebensqualität. Wir entwickeln unser Angebot stetig weiter und orientieren uns dabei vor allem an den wichtigen Impulsen und Bedarfen von Menschen mit Behinderung.

Bildung

Von der Frühförderung bis zum Abschluss an der FOS.

Inklusion von Anfang an

Das Miteinander von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Handicap ist bei der Pfennigparade von Anfang an selbstverständlich.

Das Erziehungs- und Bildungsangebot reicht von inklusiven Krippenplätzen über Kinderhäuser, Grund- und Mittelschulen, einer Realschule bis hin zu einer Fachoberschule.

Zur Lebenswelt Bildung.

Arbeit

Von der Förderstätte bis zum Inklusionsunternehmen.

Aktiv im Arbeitsleben

Arbeit gibt Struktur, schafft Selbstbewusstsein und stiftet Gemeinschaft.

Von handwerklichen und künstlerischen über kaufmännische und logistische Tätigkeiten bis hin zu komplexen IT-Dienstleistungen für externe Unternehmen bietet die Pfennigparade ein breites Spektrum an Arbeitsmöglichkeiten.

Zur Lebenswelt Arbeit.

Wohnen

Von der Pflege bis zum selbstständigen Wohnen.

Selbstbestimmtes Wohnen

Neben barrierefreien Mietwohnungen bietet die Pfennigparade eine Vielzahl professionell geführter Wohngruppen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

In Wohnangeboten für ältere Menschen mit Behinderung begleiten wir Menschen, die ihr Leben nach dem Berufsleben weiterhin aktiv und selbstbestimmt gestalten möchten.

Zur Lebenswelt Wohnen.

Gesundheit

Von Therapie bis zur Spezialmedizin.

Medizinische Betreuung vor Ort

Die Pfennigparade verfügt über ein breites therapeutisches und (spezial-) medizinisches Angebot.

Es gibt ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ), ein Medizinisches Zentrum für erwachsene Menschen mit Behinderung (MZEB), zwei Therapiepraxen sowie ein breites Therapieangebot und konduktive Förderung in unseren Erziehungs- und Bildungseinrichtungen.

Zur Lebenswelt Gesundheit.

Freizeit

Vom Zuschauen bis zur Teilnahme.

Freizeit gemeinsam erleben

Unsere Freizeitangebote stehen für alle Menschen offen. Die Pfennigparade bietet ein umfangreiches barrierefreies Angebot von Theater bis Sport.

Menschen, die Hilfe bei der Organisation und Durchführung von Freizeitaktivitäten benötigen, unterstützt unser Freizeitassistenzdienst.

Zur Lebenswelt Freizeit.

Offen für Begegnungen

Die Pfennigparade arbeitet aktiv und engagiert an einer Zukunft, in der Inklusion selbstverständlich geworden ist.

Als offene Organisation streben wir aktiv die Vernetzung mit unserer Umgebung an.

Einerseits durch unterschiedliche Projekte und Angebote für Menschen mit und ohne Behinderung im Sozialraum. Auf der anderen Seite mit Produkten und Dienstleistungen für sowie Kooperationen mit Unternehmen in Richtung Wirtschaft.

Jetzt, wann sonst?

  • Jeder kann schon morgen von Behinderung und damit verbundener Ausgrenzung oder Diskriminierung betroffen sein.
  • Jeder kann schon heute zu einer besseren und bunteren Gesellschaft beitragen.
  • Jeder kann sein eigenes Leben und das anderer Menschen besser machen.

Helfen Sie mit, die Welt ein Stück besser zu machen!

In Ihrem Umfeld, Ihrer Familie, Ihrer Freizeit, im Sportverein, am Arbeitsplatz, …
Oder informieren Sie sich, welche Möglichkeiten es bei der Pfennigparade gibt, Inklusion voranzutreiben.

Denn: „Die Zukunft zählt auf uns.“

Sie möchten mehr über unseren Auftrag und unsere Ziele wissen?

Verena Schöttl

Sie haben Fragen zur Pfennigparade oder benötigen weitere Informationen?

Ich berate Sie gerne.

Verena Schöttl

Unternehmenskommunikation

+49 89 8393-4041

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