Roswitha H. - Meine Geschichte

Roswitha H. weiß, dass das Leben sich schnell ändern kann. „Mit 18 hatte mein Sohn einen Schlaganfall“, sagt sie. Die Welt der Familie steht still. Schnell wird er operiert. Seine Überlebenschancen liegen bei etwa 40 Prozent. Bange Tage folgen, doch er überlebt! Er kämpft sich zurück ins Leben, absolviert eine Reha und zieht anschließend in eine Wohnung der Pfennigparade. „Das haben uns die Ärzte empfohlen“, erzählt sie. „Er hat bei der Pfennigparade auch eine Arbeit gefunden.“

Mein Sohn ist sehr aktiv und glücklich. Dank der Menschen, denen er begegnet ist, und der Unterstützung, die ihm widerfahren ist.

Rowsitha H.

Roswitha H. erwirbt eine Wohnung für ihren Sohn. Bis diese barrierefrei umgebaut ist, lernt er in einer Wohngruppe der Pfennigparade, selbstständig zu leben. Dann zieht er in die Eigentumswohnung, in der er dank der Nähe zur Pfennigparade sogar ambulant versorgt werden kann. „Ich wünsche mir, dass mein Sohn immer dableiben kann.“

Roswithas Sohn steht wieder fest im Leben und viele Jahre vergehen. Sie beschäftigt sich mit dem Altwerden und erfährt so auch vom Behindertentestament.

Unsere Expertinnen und Experten beraten sie umfassend. Auch darüber, was geschieht, wenn sie ins Pflegeheim müsste. Würde ihrem Sohn dann die Wohnung „genommen“, um die Kosten zu decken und er stünde vor dem Nichts? Nach der Beratung bei der Pfennigparade ist sie sich sicher, was sie tun will, und fühlt sich sehr erleichtert, dass ihr Sohn dort sein Leben lang bleiben kann. Wenn er eines Tages verstirbt, vermittelt die Pfennigparade die Wohnung an einen anderen Menschen mit Behinderung.

So bekommt noch jemand die Möglichkeit, dort sein Zuhause und Halt im Leben zu finden. Das macht Roswitha H. glücklich. Sie selbst hat erlebt, wie wichtig es ist, dass Menschen mit Behinderung teilhaben können. „Hier liegt noch ein weiter Weg vor uns. Aber die Pfennigparade bemüht sich so stark darum, deswegen möchte ich sie unterstützen“, erzählt sie.

In ihrem Freundeskreis stellen sich viele Alleinstehende die Frage, wohin sie mit dem sollen, was sie besitzen, wenn sie nicht mehr sind. „Für mich ist klar, was geschehen soll. Ich habe die Pfennigparade kennengelernt und sie hat so viel für meine Familie getan, dass ich etwas zurückgeben möchte.“

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