Tommy hat eine ultra-seltene genetische Erkrankung, die voranschreitet. An der Regelschule konnte er an vielem nicht teilhaben. Wie es für ihn weitergeht? Sehen Sie selbst!
Eine Chance, er selbst zu sein
Tommy lebt mit seinem Zwillingsbruder und seinen Eltern in einem Vorort von München. Beide Kinder kamen scheinbar gesund auf die Welt. Doch ab dem fünften Lebensjahr zeigte sich: Tommy entwickelt sich nicht wie sein Bruder.
Eine Zeit lang konnte Tommy eine Regelschule besuchen. Doch seine fortschreitende genetische Erkrankung machte es zunehmend schwieriger für ihn, am Schulalltag teilzuhaben. Es brauchte ein anderes Umfeld für ihn – geschützt und dennoch inklusiv.

An der Phoenix-Schule fand Tommy, was er braucht. Hier kann auch auf Kinder mit schweren und komplexen Behinderungen speziell eingegangen werden. Pädagogik und Therapie sind eng verknüpft – nach den Prinzipien der konduktiven Förderung.
Für Kinder mit Sprachstörungen wird die Unterstützte Kommunikation oder Gebärdensprache eingesetzt.
Barrierefreie Räume und spezielle Möbel sorgen dafür, dass Tommy selbständig überall hinkommt.

Endlich wieder Zeit für Gemeinsamkeit
An der Phoenix bekommt Tommy die Unterstützung, die er braucht. Er kann bei allem mitmachen und fühlt sich sehr wohl. Auch Tommys Mutter ist froh, dass ihr Sohn sich an seiner neuen Schule gut eingelebt hat. „Da wir ländlich wohnen, fehlen vor Ort inklusive Freizeitangebote sowie barrierefreie Begegnungsmöglichkeiten mit anderen Kindern. Umso wertvoller ist es, dass Tommy nun seine Hobbys ausüben und Freundschaften pflegen kann.“
Die Pfennigparade kann ein breites Freizeitangebot für Kinder mit Behinderungen vorweisen – von Framerunning über Dual-Ski-Bobfahren bis hin zu inklusiven Kletterkursen gibt es hier alles, was Spaß und stark macht. Möglich ist dies nur durch die großzügige Unterstützung vieler Spender*innen und Ehrenamtlichen, denn eine Regelfinanzierung für inklusive Freizeitangebote gibt es nicht.

Eltern entlasten, damit es auch für sie weitergeht

Wie wichtig all diese Angebote sind, ist für Menschen, die kein Kind pflegen, kaum zu ermessen. Familien mit einem behinderten Kind stehen unter erheblichem Druck. Sie bewegen sich dauerhaft an der Grenze ihrer Belastbarkeit. Denn zu den eigenen beruflichen Verpflichtungen kommen zahllose Therapie- und Arzttermine hinzu.
Organisatorische Aufgaben wie die Beantragung von Unterstützung oder Hilfsmitteln kosten Zeit, Kraft und Nerven. Hinzu kommt die psychische Belastung und der Wunsch, auch den Bedürfnissen der Geschwister gerecht zu werden – all das neben den Anforderungen des normalen Familienalltags.
Dass Tommy die Phoenix-Schule besuchen kann, ist für seine Eltern eine enorme Entlastung. Denn seine Therapien sind nun in den Schulalltag integriert. Endlich bleibt wieder Zeit, um all die Dinge zu tun, die Tommy so liebt: gemeinsam backen, ins Kino gehen oder mit seinem Bruder herumalbern. Wertvolle Momente, die Tommy und seiner Familie alles bedeuten.