Woo hat eine fortschreitende Muskelerkrankung. Er sitzt im Rollstuhl und wird dauerhaft beatmet. Wie es für ihn weitergeht? Sehen Sie selbst!
Woo geht seinen Weg – trotz jeder Herausforderung
Babyjahre in Korea, Kindheit in England und Singapur – Woo ist schon in jungen Jahren viel herumgekommen. Auf einer Schule war er dort nie. Denn Woo hat eine komplexe Körperbehinderung. Eine Beschulung war in den Ländern, in denen er lebte, nicht möglich.
Erst mit seinem Umzug nach München bekam Woo die Chance auf Bildung. Schnell zeigte sich, was in ihm steckt: Woo machte seinen Hauptschulabschluss, absolvierte die Realschule und schaffte schließlich sein Fachabitur. Möglich machte es die Ernst-Barlach-Schule der Pfennigparade. Heute absolviert er eine Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement.

Woos Muskelerkrankung schreitet voran. Er bewegt sich mittlerweile in einem Elektrorollstuhl fort und wird dauerhaft beatmet. Darum lebt er in der sogenannten Intensivfördergruppe der Pfennigparade, einer Wohngruppe für beatmete Menschen.
Woo ist körperlich stark eingeschränkt – doch er hadert nicht mit seiner Situation.
„In der Pubertät habe ich mir schon die Frage gestellt, warum ich so bin, wie ich bin. Aber das war nur eine kurze Phase. Ich sehe die Krankheit als einen Teil von mir. Die geht eben mit. Aber ich lass mich davon nicht beirren und gehe trotzdem meinen Weg weiter.“

Zocken, Kino, Konzerte: Woo ist dabei
Dass Woo jedem Tag mit Zuversicht und Lebensmut entgegensieht, das verdankt er der Pfennigparade. Hier kann er ein WG-Leben führen mit allem, was für einen jungen Menschen zum Leben dazugehört: gemeinsame Spieleabende, Kochen, Kinobesuche, Konzerte und Ferienfahrten. Computerspielen liebt er besonders. Dafür hat er speziell angepasste Hilfsmittel, die seine Betreuer*innen für ihn eingerichtet haben.
Seine Pfleger*innen kümmern sich rund um die Uhr um Woo und seine Mitbewohner*innen. Sie arbeiten im Schichtdienst, damit alle bestens versorgt sind – und unterstützen die Bewohner*innen gleichzeitig dabei, ihren Alltag so eigenständig und selbstbestimmt wie möglich zu leben.


Kurze Wege erleichtern den Alltag mit seinen vielen Arzt- und Therapieterminen: Die zur Pfennigparade gehörenden, spezialisierten Praxen sind ganz in der Nähe und natürlich barrierefrei zu erreichen.
Dank der großzügigen Unterstützung von Spender*innen sind sie außerdem bestens ausgestattet. Das erspart den Bewohner*innen zeit- und kraftraubende Fahrten ins Krankenhaus.
Woo nimmt jeden Tag, wie er kommt und genießt sein Leben, so wie es ist. Dank der Pfennigparade kann er sich auf die schönen Dinge konzentrieren und an den Dingen teilhaben, die das Leben lebenswert machen: Gemeinschaft, Genuss, Spiel und Spaß.