Als die Zwillinge Tommy und Alex zur Welt kommen, scheint das Glück von Veronika und Karsten perfekt. Mit der Geburt der Kinder ist ihr Traum vom Familienleben in der Stadt in Erfüllung gegangen.

Doch schon im Alter von vier Jahren zeigen sich in Tommys Entwicklung erste Auffälligkeiten. Er geht auf den Zehenspitzen und stolpert immer häufiger. Dinge, die er als Kleinkind noch ganz selbstverständlich konnte – rennen, hüpfen, balancieren – werden für ihn erkennbar schwieriger. Die Eltern sind beunruhigt. Eine Reihe von Untersuchungen folgt, dann die Diagnose: Tommy hat eine ultraseltene, genetische Erkrankung. Verlauf: fortschreitend. Prognose: ungewiss.
Schon ein Jahr nach der Diagnose kann Tommy nicht mehr allein laufen. Er nutzt nun einen Rollstuhl. Die Familie muss ihr Leben von Grund auf umkrempeln. Denn die Stadtwohnung ist zu eng, um sich darin mit dem Rollstuhl problemlos zu bewegen. Also ziehen die vier von München in einen ländlichen Vorort. Veronika und Karsten lassen das Haus rollstuhlgerecht umbauen. Kurz darauf wird klar, dass Tommy an der Grundschule, die er bis dahin mit seinem Bruder gemeinsam besuchte, nicht mehr gut zurechtkommt.


Die Suche nach einem geeigneten Schulplatz für Tommy beginnt. Seine Eltern melden ihn an der inklusiven Ernst-Barlach-Schule der Pfennigparade an. Hier erlebt Tommy zum ersten Mal, dass er nicht das einzige Kind mit einer Behinderung ist – für ihn eine große emotionale Entlastung. Eine Zeit lang kommt Tommy gut mit. Doch er hat zunehmend Mühe mit dem Sprechen. Es braucht ein anderes Umfeld für ihn; geschützt und dennoch inklusiv.
Der Wechsel an die konduktive Phoenix Schule der Pfennigparade ist unkompliziert möglich. Hier ist Tommy endlich in einem Umfeld aufgehoben, das auch für Kinder mit schwereren Einschränkungen perfekte Bedingungen bietet. Pädagogik und Therapie sind eng verknüpft – nach den Prinzipien der konduktiven Pädagogik und Rehabilitation. Für Kinder mit Sprachstörungen wird die Unterstützte Kommunikation oder Gebärdensprache eingesetzt.
Barrierefreie Räume und spezielle unterstützende Möbel sorgen dafür, dass Tommy selbständig überall hinkommt. Hinzu kommt ein breites Angebot für Kinder mit Behinderungen in der Heilpädagogischen Tagesstätte.



„Um optimale Teilhabe im Alltag zu ermöglichen, nutzen wir vielfältigste Hilfsmittel – jedes Kind bewegt sich, wie es möglich ist – jedoch immer kondAktiv“, erklärt Beate Höß-Zenker Geschäftsführerin im Bildungsbereich der Pfennigparade. „Tommy ist schnell ein wichtiger Schüler in der Schulfamilie geworden und es ist schön zu sehen, wie er sich nicht nur wohlfühlt, sondern auch profitiert.“
Auch mit seiner Schulbegleiterin Nadja versteht er sich auf Anhieb. Und in Ludwig findet er einen Freund, mit dem er lachen, lernen und herumalbern kann. Tommy kann endlich wieder mitmachen, seine Hobbys ausüben und Freundschaften pflegen.
Für Veronika und Karsten wird der Alltag spürbar leichter. Tommys Therapien mit verschiedenen Therapeut*innen und Konduktor*innen sind nun vollständig in den Schulalltag integriert. Statt am Nachmittag von einer Praxis zur nächsten zu fahren, gehört diese kostbare Zeit nun der Familie. „Unser Fokus liegt darauf, Tommy die bestmögliche Lebensqualität zu ermöglichen, seinen Alltag so positiv wie möglich zu gestalten und seine Fähigkeiten, wo immer es geht, zu fördern“, sagt
Veronika. Das Leben bleibt herausfordernd für die vier. Aber dass Tommy am konduktiven Phoenix Förderzentrum bestens gefördert wird, gibt der ganzen Familie Halt und Sicherheit.