„Der kleine Garten Eden“ – so hat die Münchner Abendzeitung die Gärtnerei der Pfennigparade einmal genannt. Der Name passt: Wer im Sommer zwischen den bunten Beeten, Kirschbäumen und Bienenkästen umherwandelt, kommt leicht ins Schwärmen. In diesem kleinen Paradies arbeiten mit Ausnahme des Betriebsleiters nur Menschen mit Behinderungen, viele davon mit einer Schädel-Hirn-Verletzung. Eine von ihnen ist Mirjam. „Für die Gartenarbeit habe ich keinen Ersatz“, sagt sie.

Für Menschen mit einer Behinderung ist eine Arbeit, die Sinn stiftet, Begegnung ermöglicht und den Tag strukturiert, nicht selbstverständlich.
Doch wenn die Mitarbeitenden der Gärtnerei zur Arbeit kommen, sind sie voller Tatendrang. „Da merkt man, dass wir alles richtig machen“, so der Leiter der Gärtnerei lächelnd.


Im angeschlossenen Hofladen wird das vor Ort angebaute Obst und Gemüse direkt verkauft – frischer geht es nicht. Bei einem Schwätzchen kommen die Mitarbeitenden mit ihren Kund*innen in Kontakt.
So ist der Hofladen mittlerweile eine feste Institution und Bereicherung für den Stadtteil geworden. Und auch die Natur profitiert von diesem besonderen Ort, denn gegärtnert wird nach den Prinzipien des biodynamischen Anbaus.
Das Gärtnereiprojekt konnte durch Spenden weiterentwickelt werden: Davon haben wir spezielle Geräte angeschafft, die Menschen mit Behinderungen die Arbeit erst erleichtern oder überhaupt erst ermöglichen.
Außerdem sind 14 Bienenvölker auf dem Gelände der Gärtnerei eingezogen, die die Pflanzen bestäuben und köstlichen Biohonig produzieren. Wir danken allen Spender*innen, die diesen wunderbaren Ort möglich machen!

