Ben geht es heute nicht so gut. Sonst ist der Schüler fast immer fröhlich. Aber heute kann er dem Unterricht an der konduktiven Phoenix Schule kaum folgen. Wegen seiner Zerebralparese – einer während der Geburt erworbenen Hirnschädigung – ist er heute sehr angespannt. Seine Arme und Beine krampfen und bereiten ihm Schmerzen.

Zeit für eine Pause. Zum Glück ist der Snoezelenraum wieder geöffnet.
„Snoezelen“ setzt sich aus den niederländischen Begriffen „snuffelen“ (schnuffeln) und „doezelen“ (dösen) zusammen. Das Konzept wurde in den späten 1970er-Jahren in den Niederlanden entwickelt. Dank der Unterstützung eines besonders großzügigen Spenders konnte der mehr als 20 Jahre alte Snoezelenraum renoviert werden.
Nun lädt er wieder zum Träumen ein.
Die Möglichkeiten des Snoezelenraums sind im wahrsten Sinne des Wortes fantastisch. Auf einem großen Wasserbett können die Kinder bei sanften Klängen in eine andere Welt abtauchen.
Die Sinneserfahrung entspannt und wirkt sogar therapeutisch. Bens Krämpfe lassen nach. Nach einer Weile kehrt er erholt, konzentriert und gut gelaunt ins Klassenzimmer zurück.




Der Snoezelenraum kann aber noch mehr: Logopädin Veronika Wallner nutzt ihn auch für inklusive Gruppentherapien. Kinder mit und ohne Behinderungen entspannen hier gemeinsam. „Der Snoezelenraum ermöglicht es den Kindern, auf einem gemeinsamen, elementaren Level miteinander in Kontakt zu treten. Jedes Kind kann hier nach seinen Möglichkeiten mitmachen“, erklärt sie.
Unser Snoezelenraum ist ein Projekt, auf das wir sehr stolz sind. Machen auch Sie möglich, dass wir Projekte wie dieses umsetzen können.