Barrierearme Version des Jahresberichts der Stiftung Pfennigparade2025/2026

Zur nicht barrierearmen Version des Jahresberichts

Hallo

Kürzer, prägnanter, bunter: Der Jahresbericht 2025/26 der Stiftung Pfennigparade erscheint erstmals in einem neuen Format: als Print- und Digitalausgabe.  Wir freuen uns sehr über diese zeitgemäße Form der Kommunikation, die Transparenz schafft und es Ihnen erleichtert, die vielschichtigen Entwicklungen unserer Stiftung individuell nachzuverfolgen.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen und freuen uns über Ihr Feedback!

Das Beste zuerst 

Ein bunter Rückblick auf die Höhepunkte unseres Berichtsjahres: Feste, Aktionen, Premieren

August 2025

Therapie in Tirol

Sommer, Sonne und Therapie mit Spaß – das waren die konduktiven Sommerförderwochen unserer Phoenix Schule. Dieses Jahr ging’s ins Hotel Masatsch nach Südtirol. Zehn Tage lang drehte sich alles um konduktive Förderung, Rehabilitation und Therapie. Von Yoga über therapeutisches Schwimmen bis Dehnen nach Pfaffenrot haben unsere 17 Teilnehmer*innen und ihre Familienangehörigen ein intensives Programm genossen – und das in einer fröhlichen Gemeinschaft. Natürlich blieb auch Zeit für Erfahrungsaustausch und Erholung.

September 2025

Schichtwechsel

Im September hieß es wieder im ganzen Land: S(ch)ichtwechsel! Beim Aktionstag tauschen Menschen mit und ohne Behinderung die Arbeitsplätze und erleben neue Perspektiven. Mitarbeitende unserer Werkstätten besuchten unter anderem das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Linde Therapeutics und den DIY-Set-Anbieter Blumelei. Umgekehrt arbeiteten die Angestellten der Unternehmen einen Tag lang in unseren Werkstätten mit. Bereichernd für beide Seiten!

Oktober 2025

Benefiz-Konzert

Im Oktober lud der Verein Helping Hands Staff of BMW Group e.V. zum 15. Benefizkonzert in den Doppelkegel der BMW Welt ein. Auf der Bühne standen aktive und ehemalige BMW-Mitarbeitende mit ihren Bands. Künstlerisch spannten sie den Bogen von Rock über Oper bis zu Artistik. Was dieses Konzert so besonders machte: Alle Beteiligten engagierten sich ehrenamtlich – von den Künstlerinnen über die Barkeeperinnen bis zu den Techniker*innen. Der Erlös des Abends ging vollständig an hilfsbedürftige Kinder. Gleich zwei Projekte von der Pfennigparade wurden gefördert: unser inklusiver Spielplatz beim Sternstundenhaus und unsere inklusiven Bewegungsangebote für Kinder auf der INSEL.

November 2025

Kinder stärken

Studien zeigen, dass Kinder und Jugendliche in Deutschland zunehmend psychisch belastet sind. Behinderung und Krankheit kommen hier erschwerend dazu. Diese Herausforderungen stellen Risiken für die Entwicklung junger Menschen dar. Um die seelische Gesundheit der rund 400 uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen zu stärken, starteten die Ernst-Barlach-Schulen daher im September mit ihrem Resilienz- und Suizidpräventionsprogramm. Es basiert auf einem multi-modalen Ansatz nach Prof. Fröhlich-Gildhoff.

Dezember 2025

Geschenkeladen

Im Dezember eröffnete die Pfennigparade ihren zweiten Geschenkeladen in der Rümannstraße 5 – einen Wohlfühlort, der hochwertige Unikate aus den Werkstätten des Pfennigparade ChancenWerks präsentiert. Der gemütliche Laden ist auch ein Ort der Begegnung. Alle Produkte – Keramik, Kerzen, Honig, Schmuck, Postkarten, Notizbücher und mehr – sind handgefertigte Einzelstücke, hergestellt von Menschen mit Behinderungen. Zudem bestehen viele Produkte aus regionalen und recycelten Materialien.

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Januar 2026

Neue Kampagne

Was passiert, wenn das Leben plötzlich eine andere Richtung einschlägt? Wenn Gesundheit, Besitz und Perspektiven verloren gehen – durch Krankheit oder einen Unfall? Unsere diesjährige Kampagne „Weil es weitergeht“ erzählt beispielhaft von drei Menschen, deren Schicksal berührt und zugleich Mut macht.

Ganze Kampagne ansehen

Februar 2026

Voll behindert

Rasant, sarkastisch und saukomisch – so kennen und lieben wir unser Kreativ Labor! Mit „Voll behindert“ brachte die Theatertruppe der Pfennigparade im Februar ihren ersten Film heraus. Was ist echt, was Fiktion? Was ist inszeniertes Chaos und wo hält die Kamera einfach nur den ganz normalen Wahnsinn inklusiver Theaterarbeit fest? Und wer ist hier eigentlich wie „behindert“? Diese Fragen machen die filmische „Doku-Soap“ zum doppelbödigen Vergnügen. „Voll behindert“ beweist einmal mehr, dass man Berührungsängsten am besten mit Humor begegnet. Regie führte Moritz Franke.

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März 2026

Kunstworkshop

Es war eine Premiere für die Pfennigparade und ein inspirierendes Erlebnis für unsere Gäste von der Anwaltskanzlei Hogan Lovells: Im März fand der erste Kunstworkshop für Unternehmen in den Ateliers der „Groupe Smirage“ statt. Künstler*innen mit Behinderung gestalteten im Tanden mit den Gästen ausdrucksstarke Bilder – ein beglückendes Inklusionserlebnis.

April 2026

Spaß im Schnee

Sonnenschein, Puderschnee und strahlende Gesichter: Die Wintersportsaison war wieder ein großer Erfolg. Mit über zehn Skitagen und einer Skiwoche konnten mehr als 250 Kinder, Jugendliche und Erwachsene unvergessliche Stunden im Schnee erleben. Ob im Dualskibob, im Sitzen oder im Stehen – dank des Einsatzes von rund 20 Begleitfahrer*innen wurde Wintersport für Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam möglich.

Mai 2026

Frühlingsmarkt

Wie jedes Jahr lockte der Frühlings-JA-Markt der Pfennigparade im Mai mit Verkaufsständen, Schmankerln und einen bunten Aktionsprogramm Menschen aus dem Viertel an. Geboten wurde unter anderem ein Outdoor-Sportprogramm, Musik vom Kreativ Labor sowie Kinderschminken und -basteln. Auch einige unserer Kooperationspartner kamen vorbei, um handgemachte Schätze aus unseren Werkstätten zu erstehen und die ausgelassene Stimmung zu genießen.

Mann hält Karte in der Hand Text: Liebe Mama ich wünsche Dir von Herzen
Vier Personen vor einem Eingang

Juni 2026

10 Jahre Vielfalt

Mit einem Sommerfest haben wir das 10-jährige Jubiläum unseres Forums am Luitpold begangen; einem städtebaulichen Vorzeigeprojekt, auf das wir sehr stolz sind. Es bildet nahezu die gesamte Vielfalt der Pfennigparade ab. Unser Forum ist dank enger Partnerschaften – unter anderem mit der Münchner Volkshochschule – ein lebendiger Ort des Austauschs.

Ein Fest für alle (Video)

Juli 2026

Zamma-Festival

Beim Zamma-Festival in Unterschleißheim durfte die Pfennigparade nicht fehlen: Mit einem Auftritt der Band Kreativ Labor und einem SUP-Board auch für Rollstuhlfahrende machten wir das Fest inklusiver und bunter.

Mehrere Personen auf einem SUP

Bericht der Vorstände

Liebe Freundinnen und Freunde der Pfennigparade,

Das vergangene Jahr war für die Stiftung Pfennigparade von wichtigen Fortschritten und zugleich von anspruchsvollen äußeren Rahmenbedingungen geprägt. Angespannte öffentliche Haushalte und Einsparbestrebungen der Kostenträger stellen viele Sozialunternehmen vor erhebliche Herausforderungen, von denen auch wir unmittelbar betroffen sind. Gleichzeitig hatten insbesondere unsere Inklusionsbetriebe unter der allgemeinen konjunkturellen Lage zu leiden. Zurückhaltende Auftragslagen unserer Kunden erforderten ein hohes Maß an Flexibilität und unternehmerischer Steuerung und erhöhen den wirtschaftlichen Druck.

Auch die Arbeitsmarktsituation im Großraum München war im vergangenen Jahr nach wie vor angespannt: Der Mangel an qualifizierten Fachkräften, insbesondere im Sozial- und Pflegebereich, war weiterhin deutlich spürbar. Dies erforderte wiederum zusätzliche Anstrengungen in der Personalarbeit.

Angesichts dieser schwierigen Rahmenbedingungen setzt die Pfennigparade momentan auf Optimierungen und Effizienzsteigerung, um für künftige Entwicklungschancen gut aufgestellt zu sein.

Unser Anspruch bleibt es, die Qualität und Verlässlichkeit unserer Leistungsangebote zu sichern und gleichzeitig wirtschaftlich verantwortungsvoll zu handeln. Unser Bestreben ist es, die Lebensqualität der von uns begleiteten Menschen in allen Lebensbereichen zu verbessern und Inklusion in unserer Gesellschaft aktiv mitzugestalten.

Vor diesem Hintergrund war ein zentraler Meilenstein im Jahr 2025 der breit angelegte Beteiligungsprozess zur Entwicklung eines gemeinsamen Zukunftsbildes 2030 für die Stiftung Pfennigparade. Unter Mitwirkung aller Lebenswelten der Pfennigparade und unter Einbeziehung der Menschen mit Behinderungen ist ein Orientierungsrahmen für die kommenden fünf Jahre entstanden. Dieses Zukunftsbild steht für unseren Anspruch, Entwicklung gemeinsam zu gestalten und unterschiedliche Perspektiven aktiv einzubeziehen.

Parallel dazu treiben wir die Weiterentwicklung unserer internen Strukturen gezielt voran. So sind wir aktuell dabei, unseren Personalbereich zu zentralisieren, um die Qualität in personalbezogenen Prozessen zu erhöhen, Transparenz zu schaffen und unsere Ressourcen noch wirksamer einzusetzen.

Ein weiterer Meilenstein ist die Erstellung unseres ersten Nachhaltigkeitsberichts für das Jahr 2025. Damit schaffen wir eine wichtige Grundlage für die systematische und nachhaltige Weiterentwicklung unserer Organisation und machen unser Engagement für ökologische, soziale und wirtschaftliche Verantwortung transparent.

Zudem haben wir den laufenden Erneuerungsprozess unserer IT-Infrastruktur konsequent fortgesetzt, um damit die Basis für leistungsfähige, zukunftssichere Systeme zu schaffen. So konnten wir im vergangenen Jahr wichtige Fortschritte bei der Verbesserung der IT-Sicherheit erzielen. Diese grundlegenden Entwicklungen sind entscheidend, um den Anforderungen eines zunehmend digitalen Umfelds gerecht zu werden, Risiken zu minimieren und deren Chancen aktiv zu nutzen.

Mit Blick auf potenzielle Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung in der Zukunft agieren wir als Kooperationspartner der Technischen Universität München. Hier wirken wir an einem Forschungsprojekt mit, um Robotik und KI so einzusetzen, dass sie den Alltag von Menschen mit Behinderungen erleichtern.

Nicht zuletzt nehmen wir auch unsere Gebäudeinfrastruktur verstärkt in den Blick. Für unseren derzeit größten Standort Barlachstraße wurde ein strukturierter Prozess gestartet, um den Anforderungen eines in die Jahre gekommenen Campus systematisch zu begegnen. Dabei geht es nicht nur um bauliche Modernisierung, sondern vor allem um innovative Konzepte, wie wir zukunftsfähige, inklusive Lebens-, Lern- und Arbeitsräume gestalten können, die den Bedürfnissen der Menschen gerecht werden.

Unser besonderer Dank gilt allen Mitarbeitenden, die jeden Tag mit großem Engagement, fachlicher Kompetenz und hoher Motivation zum Erfolg der Stiftung Pfennigparade beitragen. Ihr Einsatz ist die Grundlage dafür, dass wir auch unter anspruchsvollen Bedingungen verlässlich arbeiten, Teilhabe ermöglichen und unsere Angebote zukunftsgerichtet weiterentwickeln können.

Ebenso danken wir unseren Partnerinnen und Partnern in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sowie bei Kostenträgern und Ehrenamtlichen für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Gerade in herausfordernden Zeiten kommt partnerschaftlichem Handeln eine besondere Bedeutung zu. Wir danken für die großzügige Unterstützung unserer Spenderinnen und Spendern, deren Beitrag zum Einsatz der Pfennigparade für Inklusion und wirksame Teilhabe unverzichtbar ist.

Die Stiftung Pfennigparade wird auch weiterhin Verantwortung übernehmen, Chancen nutzen und sich konsequent für eine inklusive Gesellschaft einsetzen, in der Vielfalt als Stärke gelebt wird.

Wir blicken mit Zuversicht in die Zukunft.
Denn sie zählt auf uns!

Bewegende Geschichten – Teil 1

Menschen, Wege, Erfolge

Mit dem Kopf voran

Beatmete Person im Rollstuhl

Woo lebt mit fortschreitender Muskeldystrophie. Er nutzt einen Elektrorollstuhl und wird mobil beatmet. Das alles hat ihn nicht davon abgehalten, sein Fachabitur zu bestehen – er macht jetzt eine Ausbildung.

Wie woo es geschafft hat

Let’s dance

Person tanzt

Im partizipativen Tanzprojekt „Selbst-Tanz-Sein“ erleben Menschen mit und ohne Behinderung Zugehörigkeit und ein neues Gefühl für Raum.

In Bewegung kommen

Bühne frei

Mehrere Personen auf einer Bühne

Einfach gute Unterhaltung: Im Kreativ Labor der Pfennigparade macht eine Gruppe mit Beschäftigten mit Körperbehinderungen und Autismus-Spektrum-Störungen professionell Theater und Musik.

So ein Theater

Gut aufgehoben

Zwei Kinder halten sich an der Hand

Als die Zwillinge Tommy und Alex zur Welt kommen, scheint das Glück von Veronika und Karsten perfekt. Mit der Geburt der Kinder ist ihr Traum vom Familienleben in der Stadt in Erfüllung gegangen. Doch schon im Alter von vier Jahren zeigen sich in Tommys Entwicklung erste Auffälligkeiten.

Tommy meistert sein Leben

Voll das Brett

Zwei Personen mit Skateboard-Decks

Stefan Erl kann nicht laufen, aber seine Hände sind immer in Action. Er zeichnet den ganzen Tag. „Kopfhörer auf und dann geht’s ab“, sagt der kreative Kopf, der für die Skateboards von INCLU Sports die Unterseiten der Boards designt. Wie am Fließband, aber immer frei Hand!

Qualität auf Rollen

Wir wollen Wiesn

Person im Rollstuhl am Schießstand

O’zapft is! Zum Oktoberfest hat Dennis sich in Schale geschmissen – oder genauer: in Schale schmeißen lassen. Seit einem Snowboardunfall ist er vom Hals abwärts gelähmt. Deswegen ist Dennis auch nicht nur zum Spaß auf dem Oktoberfest unterwegs.

Barrierefrei feiern

Gastbeitrag

Teilhabe am Arbeitsleben neu denken – ein Interview mit Dr. Caren Keeley

Portrait Dr. Karen Keeley

Wie kann Teilhabe am Arbeitsleben für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf gelingen? Dr. Caren Keeley von der Universität zu Köln erklärt in ihrem Gastbeitrag für die Pfennigparade, warum es für Menschen mit Behinderungen neue Wege der beruflichen Orientierung braucht. Im Mittelpunkt stehen personenzentrierte Ansätze und individuell gestaltete Erfahrungsräume. Impulse aus dem Forschungsprojekt „GPS“ verdeutlichen, wie eine inklusivere Praxis entstehen kann, die an den Wünschen, Fähigkeiten und Potenzialen der Menschen ansetzt.

Lesen Sie den ganzen Beitrag

Bewegende Geschichten – Teil 2

Menschen, Wege, Erfolge

Valentyna schwimmt sich frei

Person im Rollstuhl

Als Valentyna aus der Ukraine nach Deutschland kam, schien sie beruflich in einer Sackgasse zu stecken. Ihr Jurastudium aus der Heimat wurde hier nicht anerkannt. Gleichzeitig erschwerten zwei Behinderungen zunehmend ihren Alltag: Valentyna sitzt im Rollstuhl und ist mittlerweile gehörlos.

Inklusion ohne Grenzen

Ein gutes Ende

Hände halten sich gegenseitig

Ein Abschied in Frieden und Würde, in den eigenen vier Wänden, umgeben von vertrauten Menschen – diesen Wunsch hegen wir wohl alle. Für Menschen mit Behinderung geht er leider nur selten in Erfüllung.

Bis zuletzt selbstbestimmt

Raus aus der Werkstatt

Person im Fahrradladen

Ein Praktikum als Türöffner: Markus nutzt die Chance, nach seiner Hirnschädigung wieder im Berufsleben Fuß zu fassen. Die Pfennigparade begleitet ihn dabei.

Mehr über Markus‘ Weg zurück erfahren

Das beste beider Welten

Person vor Verkaufsregal

Ein Arbeitsplatz, der Sicherheit und echte Teilhabe verbindet: Christian arbeitet im Kiosk „Wunschbrunnen“ und erlebt dort, wie Inklusion gelingen kann – das Beste aus zwei Welten.

Entdecken, wie Inklusion gelingen kann

Gute Nachrichten

Entwicklungen aus der Pfennigparade, die Mut machen.

Pfleger mit Rehakunde

Vom Quereinstieg zum Traumjob

Es begann 1998 mit dem Zivildienst; heute ist Andreas Häuslschmid aus den beiden Intensivfördergruppen der Pfennigparade nicht mehr wegzudenken. Nach Jahren als Nachtwache weitete er sein Aufgabengebiet aus, übernahm Verantwortung für technische Abläufe und die Dienstplanung. Und entschied sich, selbst etwas gegen den Fachkräftemangel zu unternehmen: Im September begann Andreas die Ausbildung zum Heilerziehungspfleger. Sein Team unterstützt ihn nach Kräften – ein Beispiel dafür, wie in der Pfennigparade aus einem Job Berufung werden kann.

Ausgezeichnet: unser Bildungsbereich

Preise gewinnen? Können wir! Der Bildungsbereich der Pfennigparade räumte im Berichtszeitrum gleich zwei ab: Mit dem Trickfilm “Tiger Esani” gewann unser Haus für Kinder Baubergerstraße beim Münchner Kinder- und Jugendfilmfestival „flimmern&rauschen“. Außerdem nahm unsere Phoenix am Projekt „Bewegte Verfassungs-Viertelstunde“ teil. Das ist eine Initiative, die die politische Bildung im Grundschulalter fördern will. Unter dem Titel „Demokratie erleben – inklusiv, aktiv, gemeinsam“ dokumentierten wir unsere Schulhaus-Rallye zur Demokratie-Bildung. Platz 3 beim Schulinnovationspreis isi neo!

Zwei Kinderköpfe über einem Tablet
Person mit Kostüm in Regenbogenfarben

Bunt und all-inclusive

Die Pfennigparade ist bunt und menschlich „all-inclusive“ – Ehrensache, dass wir auch beim Christopher Street Day dabei waren. Mit großen Transparenten – Aufschrift: „Wir lieben euch alle!“ – zog eine bunte Gruppe aus Fußgängerinnen und Rollifahrerinnen durch die Münchner Innenstadt und setzte ein Zeichen für Vielfalt, Offenheit und Toleranz.

Medizinisch bestens versorgt

Eine Großspende ermöglichte der Pfennigparade die Anschaffung modernster Therapiegeräte, die die Lebensqualität unserer Patient*innen spürbar verbessern. Das HUR Smart Balance stärkt gezielt Gleichgewicht und Gangsicherheit, während das EM Field Pro mit elektromagnetischen Hochenergie-Impulsen Schmerzen lindert und die Muskulatur stimuliert. Erste Erfolge zeigen, wie wertvoll diese Investition ist: Eine Patientin mit Zerebralparese konnte ihre Gangsicherheit verbessern, eine andere ihren Alltag nach langer Zeit wieder schmerzfrei bewältigen.

Sehen Sie im Video, wie das Gerät funktioniert

Therapeutin mit Patientin
Spenden-Scheckübergabe zwischen der Pfennigparade und dem Deutschen Theater

Brücken bauen, Räume schaffen

Es begann mit einem Beratungsauftrag: Die Pfennigparade Business. Inklusiv. beratschlagte das Deutsche Theater in Fragen der Barrierefreiheit. Daraus wurde eine wunderbare, weihnachtliche Spendenaktion: Im Dezember und Januar luden Flyer und Plakate im Foyer des Theaters dazu ein, einen gelungenen Musical-Abend mit einer guten Tat zu krönen. Auf diesem Weg kamen Spenden in Höhe von fast 24.000 Euro zusammen, die nun Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderungen in der Pfennigparade zugutekommen.

Hilfe die ankommt

Die Brille geht kaputt. Was nach einem kleineren Ärgernis klingt, stellt Marie-Thérèse und ihren Mann Yasar vor ein echtes Problem. Mit ihrem Werkstattlohn können sie sich die Anschaffung einer neuen Brille nicht leisten. In solchen Fällen hilft der Beratungsdienst der Stiftung 
Pfennigparade schnell und unbürokratisch. Dafür steht ein größerer Betrag aus Mitteln der Petuel-Stiftung sowie Spendengeldern zur Verfügung. Rund 1.000 Menschen profitieren jährlich von dieser dringend benötigten Einzelfallhilfe – sei es für Hilfsmittel, Reparaturen oder
Medikamente. Erfahren Sie mehr im Spendenmagazin “Lebenswelten”.

Unser Spendenmagazin

Zwei Personen am Esstisch
Mutter mit Kind streichelt Esel

Neues aus dem Atemreich

Im Kinderhaus AtemReich stand das Berichtsjahr im Zeichen von Entwicklung, Gemeinschaft und neuer Stärke. Dank großzügiger Spenden konnten fünf Familien mit beatmeten Kindern eine besondere Auszeit am Chiemsee erleben. Für viele war es der erste Urlaub dieser Art – ein Stück Normalität fern des belastenden Alltags.

In diesen Tagen erlebten wir unsere Familien so entspannt und fröhlich wie selten zuvor. Parallel dazu wurde das AtemReich baulich weiterentwickelt: Ein neu geschaffenes Elternappartement ermöglicht es Familien nun, in direkter Nähe bei ihren Kindern zu sein. Die Arbeits- , Pausen- und Besprechungsräume für Mitarbeitende wurden neu organisiert, um kurze Wege, bessere Zusammenarbeit und gute Arbeitsbedingungen zu ermöglichen. Im Jahr 2025 konnten wir außerdem mehrere qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland für das Kinderhaus AtemReich gewinnen.

Kolleg*innen aus dem Iran und von den Philippinen sind im zweiten Halbjahr 2025 zu unserem Team gestoßen. Sie bereichern unsere Arbeit fachlich wie menschlich.

Zu unserem Nachhaltigkeitsbericht

Person überprüft Zustand einer Planze mit den Fingern

Wirtschaftliche Entwicklung und Kurzbilanz

Im Folgenden ist der stark zusammengefasste Jahresabschluss per 31. Dezember 2025 der Stiftung Pfennigparade und ihrer Tochtergesellschaften aufgeführt.

Bilanzen

Aktiva

Entwicklung der Aktiva seit 2023

Passiva

Entwicklung der Passiva seit 2023

Gewinn- und Verlustrechnung (konsolidiert)

Gewinn- und Verlustrechnung (konsolidiert) der Jahre 2024 und 2025

Bildungs-, Reha-, Pflege-, Werkstatt- & Arbeitsplätze sowie Patient*innen


Jahr202320242025
Regelkindergärten (inklusiv)*396427430
Heilpädagogische Tagesstätten122123122
Grund- und Mittelschule (inklusiv)*159162161
Realschule (inklusiv)*165164167
Fachoberschule (inklusiv)*8493103
Konduktive Förderung***205206206
Wohngruppen für Kinder/Jugendliche212020
Wohngruppen für Erwachsene179186185
Ambulanter Dienst102102107
Ambulant betreutes Wohnen515360
Wohnpflegeheim475050
Förderstätte879090
Fördereinrichtung für hirnverletzte Menschen454545
Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM)**647662646
Patient*innen Therapie2.0612.8132.532
Patient*innen Medizin719754725
Gesamtsumme5.0905.9505.649
Entwicklung der Bildungs-, Reha-, Pflege-, Werkstatt- & Arbeitsplätze sowie Patient*innen seit 2023

*davon Kinder und Schüler*innen mit Behinderung
**ohne Mitarbeitende mit Behinderung mit Arbeitsvertrag
***Phoenix Schule und Heilpädagogische Tagestätte

Mitarbeiter*innen (MA) der Gruppe Pfennigparade

Mitarbeiterentwicklung der Pfennigparade seit 2023

  • 2.587 Mitarbeiter*innen gesamt im Jahr 2025, davon 1.941 tarifgebunden.
  • 2.595 Mitarbeiter*innen gesamt im Jahr 2024, davon 1.936 tarifgebunden.
  • 2.533 Mitarbeiter*innen gesamt im Jahr 2023, davon 1.883 tarifgebunden.

Umsatzentwicklung

Umsatzentwicklung seit 2020

Eigenkapitalquote

  • 66,6% Eigenkapitalquote im Jahr 2025
  • 58,1% Eigenkapitalquote im Jahr im Jahr 2024
  • 54,4% Eigenkapitalquote im Jahr im Jahr 2023

Gesamterlöse der Gruppe Pfennigparade

Inkl. der internen Leistungserbringung

in TEUR202320242025
Erlöse Lieferung und Leistungen25.63625.79123.842
Erlöse Kostenträger85.70794.835100.935
Erlöse Zuschüsse und sonstiges48.70354.57557.130
Summe Erlöse getrennt160.046175.201181.907
Gesamterlöse der Gruppe Pfennigparade seit 2023